MAN-Aktien nach VW-Übernahmeangebot gefragt Sorgen um Griechenland drücken DAX

Die Schuldenkrise in Griechenland hat den DAX am Montag ins Minus gedrückt. "Die Anleger halten sich wegen der Lage in Griechenland zurück", sagte ein Frankfurter Börsenhändler. Der Markt reagiere zudem mit einer Gegenbewegung auf die kräftigen Gewinne vom Freitag. Die Spekulation um eine Umstrukturierung der griechischen Schulden drückte europaweit auf die Finanztitel.

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Sorgen um Griechenland drücken DAX

Frankfurt/Main (dapd). Die Schuldenkrise in Griechenland hat den DAX am Montag ins Minus gedrückt. "Die Anleger halten sich wegen der Lage in Griechenland zurück", sagte ein Frankfurter Börsenhändler. Der Markt reagiere zudem mit einer Gegenbewegung auf die kräftigen Gewinne vom Freitag. Die Spekulation um eine Umstrukturierung der griechischen Schulden drückte europaweit auf die Finanztitel. Der Leitindex DAX verlor 1,1 Prozent auf 7.411 Punkte. Dagegen legte der MDAX 0,2 Prozent auf 10.714 Zähler zu, der TecDAX stieg um 0,1 Prozent auf 928 Punkte.

Verhalten zeigten sich die US-Börsen: Der Dow-Jones-Index legte bis 18.00 Uhr MESZ 0,3 Prozent auf 12.669 Punkte zu. Der Nasdaq-Composite kletterte um 0,1 Prozent auf 2.830 Zähler.

Der Euro geriet unter deutlichen Abgabedruck und fiel zeitweise unter die Marke von 1,43 Dollar. Als belastend wirkte die sich wieder zuspitzende Krise in der Eurozone aus. Die Dementis zahlreicher Politiker über das Wochenende hinsichtlich eines Ausstiegs Griechenlands aus der Eurozone konnten die Anleger nicht wirklich beruhigen. Die Europäische Zentralbank (EZB) legte den Referenzkurs bei 1,4397 Dollar fest.

Im DAX standen VW und MAN im Mittelpunkt, nachdem die Wolfsburger weitere Anteile des Maschinenbaukonzerns übernommen haben: VW büßten 2,1 Prozent auf 127,60 Euro ein, während MAN um 1,5 Prozent auf 97,99 Euro zulegten.

BASF verloren 4,0 Prozent auf 65,64 Euro. Metro gaben 3,4 Prozent auf 47,03 Euro nach. Gesucht waren neben MAN Infineon und ThyssenKrupp.

Im MDAX führten Südzucker die Gewinner mit einem Plus von 2,4 Prozent auf 21,22 Euro an. GEA stiegen um 2,1 Prozent auf 24,20 Euro. Praktiker verbilligten sich um 2,1 Prozent auf 7,30 Euro, Wincor Nixdorf um 1,8 Prozent auf 48,86 Euro.

Schwächster TecDAX-Wert waren Phoenix Solar. Nach einer Herabstufung durch Analysten verlor die Aktie 3,6 Prozent auf 19,52 Euro. Dagegen stiegen Gigaset nach der Vorlage von Quartalszahlen um 4,7 Prozent auf 4,46 Euro.

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