Der Bürgerkomitee Leipzig zur Aufarbeitung der ehemaligen DDR-Staatssicherheit hat sich hinter den Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn, und seine umstrittenen Aussagen zu Mitarbeitern in der Behörde gestellt. Jahns Vorhaben, die 48 ehemaligen Mitarbeiter der Staatssicherheit in seiner Behörde versetzen zu wollen, finde die volle Unterstützung, teilte das Bürgerkomitee mit.
Bürgerkomitee verteidigt Jahns Vorgehen gegen Ex-Stasi-Mitarbeiter
Leipzig (dapd). Der Bürgerkomitee Leipzig zur Aufarbeitung der ehemaligen DDR-Staatssicherheit hat sich hinter den Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn, und seine umstrittenen Aussagen zu Mitarbeitern in der Behörde gestellt.
Jahns Vorhaben, die 48 ehemaligen Mitarbeiter der Staatssicherheit in seiner Behörde versetzen zu wollen, finde die volle Unterstützung, teilte das Bürgerkomitee am Montag in Leipzig mit. "Jahns Vorstoß zeigt einmal mehr, dass er genau der Richtige für dieses Amt ist", erklärte der Leiter der Stasi-Gedenkstätte "Runde Ecke" in Leipzig, Tobias Hollitzer.
Eine Einrichtung, die an derart herausgehobener Stelle die Arbeit der DDR-Staatssicherheit aufarbeiten soll, kann nicht selbst MfS-Mitarbeiter und SED-Sympathieträger in derart großer Zahl beschäftigen, sagte Hollitzer. Wenn Jahn jetzt "Menschenjagd" vorgeworfen wird, dann sei dies eine "bösartige Verdrehung", sagte Hollitzer. Es sei vielmehr die Stasi gewesen, auf die dieser Begriff zutreffe.
Jahn hatte am Wochenende angekündigt, die 48 ehemaligen Stasi-Mitarbeiter in seiner Behörde versetzen zu wollen. Daraufhin hatte ihn der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Dieter Wiefelspütz, vorgeworfen, mit "Schaum vor dem Mund" zu agieren und eine "Menschenjagd" zu veranstalten.
dapd
