Der deutsche Maschinenbau erhofft sich erheblichen Umsatz vom Bau von Batteriefabriken für Elektroautos. Das Geschäftspotenzial für die Branche werde bis 2020 auf 4,8 Milliarden Euro geschätzt, erklärte der Branchenverband VDMA am Montag in Würzburg nach einer Studie der Berater von Roland Berger.
Maschinenbau hofft auf Geschäft beim Bau von Batteriefabriken
Würzburg (dapd). Der deutsche Maschinenbau erhofft sich erheblichen Umsatz vom Bau von Batteriefabriken für Elektroautos. Das Geschäftspotenzial für die Branche werde bis 2020 auf 4,8 Milliarden Euro geschätzt, erklärte der Branchenverband VDMA am Montag in Würzburg nach einer Studie der Berater von Roland Berger.
Der Maschinenbau werde dazu beitragen, die Fertigungstechnik für Elektromotoren und Batterien zu optimieren. "Die herkömmliche Produktionstechnik für Verbrennungsmotoren fällt nicht abrupt weg, da Hybridkonzepte lange dominieren werden", erklärte VDMA-Präsident Thomas Lindner. Rund 50 Prozent der Batteriekosten entstünden in der Fertigung.
Roland-Berger-Partner Ralf Kalmbach sagte, durch den hohen Automatisierungsgrad spielten Lohnkosten bei der Produktion nur eine geringe Rolle und die Ansiedlung in Niedriglohnländern mache wenig Sinn. Zusätzlich seien die Transportrisiken bei Batterien ein wichtiger Faktor. Durch den Aufbau von Batterieproduktion in der Nähe der Fahrzeugwerke könnten Autohersteller diese Hindernisse umgehen.
Bis 2025 würden elektrische und Hybridfahrzeuge einen weltweiten Marktanteil von rund 40 Prozent der Neuzulassungen erreichen, erklärte der Verband. Die Autoindustrie sei einer der Hauptabnehmer des deutschen Maschinenbaus mit 14 Milliarden Euro Umsatz 2010 und werde weiter an Bedeutung gewinnen.
Gleichzeitig würden auch neue Produkte und Techniken entwickelt. Dazu würden Allianzen unter Maschinenbauern notwendig, um Gesamtsysteme aus einer Hand zu bieten. Nach 72 Millionen Autos 2010 würden im Jahr 2020 voraussichtlich 100 Millionen weltweit verkauft.
dapd
