Bundesaußenminister Guido Westerwelle fordert Pakistan zur Suche nach möglichen Unterstützern Osama bin Ladens in der Regierung des Landes auf. Es müsse aufgeklärt werden, wie ein Terroristenführer so lange unbehelligt in der Nähe von Islamabad leben konnte, sagte der FDP-Politiker am Montag in Berlin.
Westerwelle setzt Pakistan unter Druck
Berlin (dapd). Bundesaußenminister Guido Westerwelle fordert Pakistan zur Suche nach möglichen Unterstützern Osama bin Ladens in der Regierung des Landes auf. Es müsse aufgeklärt werden, wie ein Terroristenführer so lange unbehelligt in der Nähe von Islamabad leben konnte, sagte der FDP-Politiker am Montag in Berlin. "Hier hat die pakistanische Regierung einen unbedingten Aufklärungsauftrag. Und wir haben als Verbündete einen unbedingten Aufklärungsbedarf."
Es müsse sichergestellt sein, dass es innerhalb der pakistanischen Regierung keine Unterstützer solcher Terrorgruppen gebe. Pakistan sei als Verbündeter im Kampf gegen den Terrorismus in der Pflicht, alle Zweifel auszuräumen. Deutschland erwarte Aufklärung und werde auch auf Aufklärung dringen.
Zuvor hatte US-Präsident Barack Obama erklärt, bin Laden müsse in Pakistan eine Art Netzwerk gehabt haben, das ihn unterstützte. Andernfalls hätte er nicht über Jahre in Abottabad leben können, einer Stadt mit zahlreichen Militäreinrichtungen. Ob unter den Unterstützern Personen innerhalb oder außerhalb der Regierung gewesen seien, wisse er nicht, sagte Obama.
dapd
