Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hellmut Königshaus (FDP), glaubt nicht an eine Rückkehr zur Wehrpflicht. "Ich persönlich halte das für höchst unwahrscheinlich, dass das passiert", sagte Königshaus am Montag im Bayerischen Rundfunk. Die Entscheidung darüber müsse letzten Endes das Parlament treffen, das als Gesetzgeber berufen sei, die Wehrpflicht auszusetzen oder zu aktivieren.
Wehrbeauftragter glaubt nicht an Rückkehr zur Wehrpflicht
München (dapd). Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hellmut Königshaus (FDP), glaubt nicht an eine Rückkehr zur Wehrpflicht. "Ich persönlich halte das für höchst unwahrscheinlich, dass das passiert", sagte Königshaus am Montag im Bayerischen Rundfunk. Die Entscheidung darüber müsse letzten Endes das Parlament treffen, das als Gesetzgeber berufen sei, die Wehrpflicht auszusetzen oder zu aktivieren.
In dem Interview sprach sich Königshaus ferner erneut dafür aus, das umstrittene Segelschulschiff "Gorch Fock" unter strengen Auflagen weiter in See stechen zu lassen. "Im Prinzip spricht manches dafür, das Schiff weiterfahren zu lassen, wenn man die Gesamtsituation entsprechend den heutigen Zeiten anpasst." So solle schon an Land geprüft werden, ob Kadetten die nötige körperliche und mentale Fitness mitbringen.
Nach dem tödlichen Sturz einer 25 Jahre alten Offiziersanwärterin aus der Takelage war die Ausbildung auf dem Segelschulschiff in die Kritik geraten. Die junge Frau war am 7. November vergangenen Jahres im brasilianischen Hafen von Salvador da Bahia im Rahmen der Segelvorausbildung aus 27 Meter Höhe auf das Deck gestürzt. Zudem gab es Vorwürfe, an Bord würden Kadetten drangsaliert.
dapd
