Von der Krisen der schwarz-gelben Koalition mehr profitieren Bremer Bürgermeister Böhrnsen fordert von SPD mehr Profil

Der Bremer Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) zeigt sich unzufrieden mit dem Zustand der Bundes-SPD. In einem Interview mit dem Berliner "Tagesspiegel am Sonntag" sagte er, die SPD müsste mehr davon profitieren, dass die schwarz-gelbe Koalition im Bund von einer Krise zur nächsten stolpere.

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Bremer Bürgermeister Böhrnsen fordert von SPD mehr Profil

Berlin/Bremen (dapd). Der Bremer Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) zeigt sich unzufrieden mit dem Zustand der Bundes-SPD. In einem Interview mit dem Berliner "Tagesspiegel am Sonntag" sagte er, die SPD müsste mehr davon profitieren, dass die schwarz-gelbe Koalition im Bund von einer Krise zur nächsten stolpere.

Die Sozialdemokratie könne mit den Ergebnissen der bundesweiten Umfragen nicht zufrieden sein. Nun müsse die Partei ihr Profil in den zentralen Politikfeldern stärker zeigen. "Die Menschen müssen sich ein Bild davon machen können, was genau wir anders machen wollen und warum das für sie besser ist. Das gilt von der Arbeitsmarkt- über die Gesundheitspolitik bis hin zur Finanz- und Energiepolitik."

Zugleich warnte Böhrnsen die SPD davor, den Grünen die neuen Wählermilieus in den Großstädten kampflos zu überlassen. Die SPD müsse "alles dafür tun, dass sie auch in den neuen städtischen Milieus Fuß fasst". Die SPD dürfe sich nicht "auf eine Arbeitsteilung einlassen, bei der die Grünen die Besserverdienenden und Gutgebildeten vertreten und wir den Rest".

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