Die Kosten für die Aufteilung der Bundesministerien auf Berlin und Bonn belaufen sich in diesem Jahr voraussichtlich auf knapp 9,2 Millionen Euro. Das geht aus einer Berechnung des Bundesfinanzministeriums hervor, wie der "Frankfurter Rundschau" (Samstagausgabe) berichtet. Gut 4,7 Millionen Euro sind für Dienstreisen von Beamten zwischen alter und neuer Hauptstadt vorgesehen.
Bonn-Berlin-Gesetz kostet mehr als neun Millionen Euro
Frankfurt/Main (dapd). Die Kosten für die Aufteilung der Bundesministerien auf Berlin und Bonn belaufen sich in diesem Jahr voraussichtlich auf knapp 9,2 Millionen Euro. Das geht aus einer Berechnung des Bundesfinanzministeriums hervor, wie der "Frankfurter Rundschau" (Samstagausgabe) berichtet. Gut 4,7 Millionen Euro sind für Dienstreisen von Beamten zwischen alter und neuer Hauptstadt vorgesehen. Davon sind 3,3 Millionen Euro Flugkosten der größte Posten.
Linken-Parteichefin Gesine Lötzsch kündigte an, das Bonn-Berlin-Gesetz ändern zu wollen. "Auch wenn die Bundesregierung 2010 weniger Geld als 2009 ausgegeben hat, ist es immer noch zu viel", sagte Lötzsch. Sie staune immer wieder, wie viele Beamte in den Sitzungswochen auf ihren Auftritt in einem Ausschuss warteten und dann für zwei Sätze einen ganzen Arbeitstag in Berlin verbracht hätten. Lötzsch sagte: "Die Aufteilung der Regierung auf zwei Standorte ist nicht mehr zeitgemäß."
dapd
