Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) macht sich für ein zügiges Verbot von Rückwürfen in der Fischerei stark. "Es ist höchste Zeit, dass wir Rückwurfverbote einführen, um der unverantwortlichen Verschwendung ein Ende zu setzen", sagte Aigner dem "Hamburger Abendblatt" (Freitagausgabe).
Aigner fordert zügiges Verbot von Rückwürfen in der Fischerei
Berlin (dapd). Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) macht sich für ein zügiges Verbot von Rückwürfen in der Fischerei stark. "Es ist höchste Zeit, dass wir Rückwurfverbote einführen, um der unverantwortlichen Verschwendung ein Ende zu setzen", sagte Aigner dem "Hamburger Abendblatt" (Freitagausgabe). Sie freue sich, dass die EU-Kommission die deutsche Forderung nach Einführung von Rückwurfverboten aufgegriffen habe und zu einem zentralen Thema der Reform der Fischereipolitik machen werde, sagte die für Fischerei-Politik zuständige Ministerin weiter.
Aigner betonte: "Deutschland hat sich in der Diskussion um die Reform immer mit Nachdruck für die Einführung von Rückwurf-Verboten und Anlande-Verpflichtungen in geeigneten Fischereien eingesetzt."
Laut EU-Kommission werden je nach Fischerei in Europa zwischen 10 und 60 Prozent der Fänge zurück ins Meer gekippt. Viele der Fische sind dann bereits verendet. Allein in der Nordsee werden die jährlichen Rückwürfe auf 500.000 bis 800.000 Tonnen geschätzt.Die griechische EU-Kommissarin für Fischerei und maritime Angelegenheiten, Maria Damanaki, nannte die Abschaffung von Rückwürfen "eine radikale Reform". Sie räumte ein: "Ich kann damit scheitern. Aber die Öffentlichkeit erwartet von uns, dass wir die Meere retten." Auch Damanaki betonte , dass die "verschwenderische Praxis" des Rückwurfs endlich gestoppt werden müsse.
dapd
