Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) erwartet von Portugal als Gegenleistung für die Hilfen von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) Strukturreformen. "Entscheidend ist, dass Solidarität keine Einbahnstraße ist", sagte Brüderle am Donnerstag in Berlin. "Portugal muss seine Probleme wie die Schwäche der Wettbewerbsfähigkeit entsprechend anpacken."
Brüderle verlangt Reformen in Portugal
Berlin/Lissabon (dapd). Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) erwartet von Portugal als Gegenleistung für die Hilfen von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) Strukturreformen. "Entscheidend ist, dass Solidarität keine Einbahnstraße ist", sagte Brüderle am Donnerstag in Berlin. "Portugal muss seine Probleme wie die Schwäche der Wettbewerbsfähigkeit entsprechend anpacken." Dafür wünsche er dem Land "sehr viel Erfolg".
Die EU und der IWF bestätigten am Donnerstag offiziell, Portugal 78 Milliarden Euro zur Verfügung stellen zu wollen. Vertreter beider Organisationen erklärten dazu in Lissabon, dass die EU 52 Milliarden Euro tragen soll, während der IWF mit 26 Milliarden Euro beteiligt sein wird. Das Zinsverbilligungsprogramm ist auf drei Jahre angelegt.
Der IWF wird für seine Kredite Zinsen von 3,25 Prozent verlangen, während die EU-Hilfen etwas höher verzinst werden dürften, erklärten die Vertreter auf einer Pressekonferenz. Portugal müsse sein Budgetdefizit deutlich senken, was auch das Wirtschaftswachstum des Landes vorübergehend in Mitleidenschaft ziehen werde, sagte der Repräsentant des IWF, Poul Thomsen. Im ersten Halbjahr 2013 dürfte dann eine wirtschaftliche Erholung einsetzen.
dapd
