CSU-Fraktionschef für weitere Zusammenarbeit mit Baden-Württemberg Versöhnliche Töne aus Bayern

Bayerns CSU-Fraktionschef Georg Schmid schlägt in der Debatte über die Zusammenarbeit des Freistaats mit dem künftig grün-rot regierten Baden-Württemberg versöhnliche Töne an. Schmid sagte den "Nürnberger Nachrichten", er könne sich zum Beispiel beim Thema Länderfinanzausgleich eine Kooperation "weiterhin gut vorstellen".

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Versöhnliche Töne aus Bayern

München/Nürnberg (dapd-bwb). Bayerns CSU-Fraktionschef Georg Schmid schlägt in der Debatte über die Zusammenarbeit des Freistaats mit dem künftig grün-rot regierten Baden-Württemberg versöhnliche Töne an. Schmid sagte den "Nürnberger Nachrichten", er könne sich zum Beispiel beim Thema Länderfinanzausgleich eine Kooperation "weiterhin gut vorstellen". Hierbei brauche Bayern "mehr Partner denn je, um zu gerechteren Lösungen zu kommen".

Zu den Attacken von CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt auf die neue baden-württembergische Regierung sagte Schmid: "Ich glaube, Alexander Dobrindt hat das nicht so gemeint, dass man in Zukunft nicht mehr miteinander redet." Man könne zwar in der Politik "Dinge auch einmal hart ansprechen". Aber man müsse "auch wissen, dass man Partner braucht".

Insgesamt werde nun abzuwarten sein, "welche Richtungsentscheidungen in Stuttgart getroffen werden". Schmid betonte zugleich, eine Koalition mit den Grünen in Bayern sei "momentan keine Option" für die CSU. Seine Partei müsse vielmehr "dafür kämpfen, wieder eine eigene Gestaltungsmehrheit im Landtag zu erringen". Gelinge dies nicht, bevorzuge er als Koalitionspartner "nach wie vor die FDP".

Dobrindt hatte den designierten baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) als Fehlbesetzung bezeichnet. CSU-Chef Horst Seehofer sprach mit Blick auf den Regierungswechsel in Stuttgart von einem künftigen "Wettbewerb der Systeme".

dapd