Mit prominenten Namen auf einer Unterschriftenliste machen die Alstom-Mitarbeiter gegen den geplanten Arbeitsplatzabbau am Standort Salzgitter mobil. Am Freitag wolle der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister (CDU) die sogenannte Solidaritätserklärung mit dem Titel "Zukunft für Alstom Salzgitter" unterzeichnen, teilte die IG Metall am Mittwoch mit.
Alstom sammelt Unterschriften im Kampf gegen Arbeitsplatzabbau
Salzgitter (dapd-nrd). Mit prominenten Namen auf einer Unterschriftenliste machen die Alstom-Mitarbeiter gegen den geplanten Arbeitsplatzabbau am Standort Salzgitter mobil. Am Freitag wolle der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister (CDU) die sogenannte Solidaritätserklärung mit dem Titel "Zukunft für Alstom Salzgitter" unterzeichnen, teilte die IG Metall am Mittwoch mit. Auch der VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh unterstützt die Kampagne.
Osterloh sagte laut einem Bericht der "Braunschweiger Zeitung" vom Mittwoch: "Wir sind eine Verkehrskompetenzregion, und die Alstom-Kollegen gehören dazu." Der Zeitung zufolge hat er die Liste bereits unterschrieben.
Am Freitag soll McAllister die Solidaritätserklärung im Rathaus von Salzgitter unterschreiben. Erwartet werden dazu auch der IG-Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, Hartmut Meine, der Alstom-Betriebsratschef Bernd Eberle, der IG-Metall-Bevollmächtigte in Salzgitter, Horst Ludewig, sowie Oberbürgermeister Frank Klingebiel (CDU).
McAllister hatte nach Angaben der IG Metall sofort nach der Bekanntgabe der Aktion den Wunsch geäußert, die Solidaritätserklärung zu unterschreiben. Er unterstützt damit einen Sechs-Punkte-Plan mit Forderungen zur Rettung der Arbeitsplätze bei dem Schienenfahrzeughersteller in Salzgitter. Der Landtag hatte bereits im März einen Entschließungsantrag verabschiedet, in dem alle Fraktionen den Erhalt der Arbeitsplätze fordern.
Die französische Alstom-Konzernführung will als Teil eines Anpassungsplans für mehrere Standorte der Sparte Transport 700 Stellen in Salzgitter abbauen und zusätzlich 400 befristete Verträge nicht verlängern. Nach Berechnungen der IG Metall sind 1.400 Jobs von den Kürzungen betroffen.
Seit Monaten ringen der Betriebsrat und die IG Metall um einen konstruktiven Dialog mit der französischen Konzernführung, um Sparvorschläge zu diskutieren. Nun soll mit Flugblättern, Mahnwachen und Unterschriftensammlungen der Druck auf die Arbeitgeberseite erhöht werden. Aus Protest gegen den umstrittenen Sparkurs der Konzernspitze hatte in der vergangenen Woche ein Arbeitgebervertreter sein Mandat im Aufsichtsrat niedergelegt.
dapd
