Die Bundesregierung plant nach einen Medienbericht einen schrittweisen Ausstieg aus der Atomkraft in den Jahren 2018 bis 2022. Dabei soll es ein kombiniertes Modell aus Reststrommengen und einem endgültigen Enddatum für jedes Kernkraftwerk geben. Die ältesten Meiler sollen nicht mehr ans Netz gehen.
Zeitung: Merkel erwägt schrittweisen Atomausstieg bis 2022
Düsseldorf (dapd). Die Bundesregierung plant nach einen Medienbericht einen schrittweisen Ausstieg aus der Atomkraft in den Jahren 2018 bis 2022. Dabei soll es ein kombiniertes Modell aus Reststrommengen und einem endgültigen Enddatum für jedes Kernkraftwerk geben. Die ältesten Meiler sollen nicht mehr ans Netz gehen. Dieses Vorgehen sollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Umweltminister Norbert Röttgen (beide CDU) favorisieren, berichtet die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post" (Mittwochausgabe) unter Berufung auf Regierungskreise.
Aus rechtlichen Gründen müsse den Versorgern Zeit für den Ausstieg gegeben und auch die Übertragung von Reststrommengen in begrenztem Maße erlaubt werden, hieß es dem Bericht zufolge. Außerdem müsse zu jedem Zeitpunkt die Stromversorgung in "gesicherter Leistung" garantiert werden. Das spreche für einen schrittweisen Ausstieg.
Die von der Regierung eingesetzte Ethikkommission zu den Risiken der Atomkraft will ihre Empfehlungen am 28. Mai in Berlin vorstellen. Laut "Rheinischer Post" will Merkel Ende Mai mit Vertretern von SPD und Grünen sowie einiger Wirtschaftsverbände über die Energiewende beraten. Ein gesondertes Treffen mit den Spitzen der vier großen Energiekonzerne sei allerdings nicht geplant. Am 3. Juni soll der Atomkompromiss mit den Ministerpräsidenten aller Länder beraten werden.
dapd
