Der Deutsche Journalistenverband (DJV) hat am Mittwoch Redakteure, Journalisten und Volontäre bei der "Süddeutschen Zeitung" in München zu einem Warnstreik aufgerufen. Er richtet sich gegen die Forderungen des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger nach Einsparungen bei Gehältern, wie der DJV in Bonn mitteilte.
Journalistenverband ruft zu Warnstreik auf
München (dapd). Der Deutsche Journalistenverband (DJV) hat am Mittwoch Redakteure, Journalisten und Volontäre bei der "Süddeutschen Zeitung" in München zu einem Warnstreik aufgerufen. Er richtet sich gegen die Forderungen des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger nach Einsparungen bei Gehältern, wie der DJV in Bonn mitteilte.
Mit einer Erhöhung der Wochenarbeitszeit, der Zusammenlegung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld auf ein Monatsgehalt und niedrigeren Gehaltsanhebungen im kommenden Jahr würde der Berufsgruppe ein "Spardiktat" auferlegt, erklärte der Interessenverband.
"Statt in qualifizierte Arbeit zum Wohl der Redakteurinnen und Redakteure und damit des Produkts Zeitung zu investieren, wollen sie den Journalistenberuf massiv abwerten", sagte der DJV-Bundesvorsitzende Michael Konken. Die Gewerkschaft fordert nach eigenen Angaben vier Prozent mehr Gehalt und die Beibehaltung der tariflichen Leistungen. Der sechzehnstündige Streik sollte bis in die Nacht zum Donnerstag andauern.
dapd
