Westerwelle weist Forderung nach Abzug aus Afghanistan zurück "Außenpolitisch leichtsinnig"

Außenminister Guido Westerwelle hat Forderungen der Opposition zurückgewiesen, nach der Tötung Osama bin Ladens solle die Bundeswehr nun aus Afghanistan abziehen. "Diese Rufe sind außenpolitisch leichtsinnig und widersprechen unseren eigenen Sicherheitsinteressen", sagte der FDP-Politiker der Tageszeitung "Die Welt" (Mittwochausgabe).

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"Außenpolitisch leichtsinnig"

Berlin (dapd). Außenminister Guido Westerwelle hat Forderungen der Opposition zurückgewiesen, nach der Tötung Osama bin Ladens solle die Bundeswehr nun aus Afghanistan abziehen. "Diese Rufe sind außenpolitisch leichtsinnig und widersprechen unseren eigenen Sicherheitsinteressen", sagte der FDP-Politiker der Tageszeitung "Die Welt" (Mittwochausgabe). "Wir sind ja nicht nach Afghanistan gegangen, um einen Terrorführer zu fassen. Sondern um zu verhindern, dass Kabul wieder wie früher unter den Taliban zur weltweiten Hauptstadt der Terroristen wird", sagte Westerwelle.

Nach wie vor würden in den Terrorcamps im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet Terroristen ausgebildet, von denen "eine unmittelbare Gefahr auch für unsere Bürger in Europa und Deutschland ausgeht", sagte Westerwelle. Der Minister verwies auf die Mitglieder der Sauerlandgruppe sowie die jüngst vom Bundeskriminalamt festgenommene Düsseldorfer Terrorzelle, die in diesen Terrorcamps geschult worden seien.

dapd