Einige Unternehmen vom Ausstand ausgenommen - Beeinträchtigungen in Bayern, Sachsen und Mecklenburg GDL-Streik gegen Privatbahnen trifft Länder unterschiedlich hart

Die Lokführergewerkschaft GDL hat am Dienstag mit erneuten Streiks bei privaten Bahngesellschaften in einigen Teilen Deutschlands für Zugausfälle und Verspätungen gesorgt. Mit dem 72 Stunden langen Ausstand will die Gewerkschaft die Unternehmen im laufenden Tarifkonflikt zum Einlenken zwingen. Die Auswirkungen waren aber regional sehr verschieden.

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GDL-Streik gegen Privatbahnen trifft Länder unterschiedlich hart

Frankfurt/Main (dapd). Die Lokführergewerkschaft GDL hat am Dienstag mit erneuten Streiks bei privaten Bahngesellschaften in einigen Teilen Deutschlands für Zugausfälle und Verspätungen gesorgt. Mit dem 72 Stunden langen Ausstand will die Gewerkschaft die Unternehmen im laufenden Tarifkonflikt zum Einlenken zwingen. Die Auswirkungen waren aber regional sehr verschieden. Der Streik begann am Dienstag um 14.00 Uhr und soll bis Freitag um 14.00 Uhr dauern.

Bereits im April hatte ein 60-stündiger Streik zu erheblichen Beeinträchtigungen bei den Privatbahnen geführt. Bestreikt wurden dieses Mal die Unternehmen des Veolia-Konzerns, die AKN Eisenbahn, die Prignitzer Eisenbahngesellschaft, die Hohenzollerische Landesbahn, die Bayerische Regiobahn, die Berchtesgadener Land Bahn und Ostseeland Verkehr. Die Deutsche Bahn, die den größten Teil der Strecken betreibt, war von dem Ausstand nicht betroffen.

Auch einige private Bahnen wurden von dem Streik ausgenommen. Laut GDL haben alle Unternehmen der Hessischen Landesbahn sowie ein Teil der Unternehmen von Netinera und BeNEX der Gewerkschaft verhandlungsfähige Angebote unterbreitet. Mit ihnen befindet sich die GDL in Tarifgesprächen. Der Streik gegen die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) sollte dagegen mit zwölfstündiger Verspätung am Mittwoch um 2.00 Uhr beginnen und ebenfalls 72 Stunden lang dauern.

Bei der Hohenzollerischen Landesbahn führt der Streik nach Unternehmensangaben zu minimalen Beeinträchtigungen für die Fahrgäste. In Sachsen, Bayern und Mecklenburg-Vorpommern kam es dagegen zu Beeinträchtigungen.

Die GDL fordert inhaltsgleiche Rahmentarifverträge für Lokomotivführer mit einem einheitlichen Monatstabellenentgelt auf dem Niveau des Marktführers Deutsche Bahn und den vier Zulagen für Sonn-, Feiertag, Nachtdienst und Fahrentschädigung. Darüber hinaus wird eine soziale Absicherung der Lokomotivführer verlangt.

Mit der Deutschen Bahn hatte sich die GDL bereits im April auf ein umfassendes Gesamtpaket für die dort beschäftigten rund 20.000 Lokführer geeinigt. Vereinbart wurden ein Rahmentarifvertrag im Personen- und Güterverkehr sowie Verbesserungen bei den Einkommen und der betrieblichen Altersversorgung.

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