Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) hat sich gegen Kaufprämien für Elektroautos ausgesprochen, wie sie Frankreich oder die USA zahlen. "Mit staatlichen Kaufprämien würde man der Elektromobilität in Deutschland letztlich einen Bärendienst erweisen. Denn derartige staatliche Anreize können den Wettbewerb verzerren und zu Fehlanreizen führen", erklärte er am Dienstag in Berlin.
Brüderle lehnt Kaufprämien für Elektroautos ab
Berlin (dapd). Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) hat sich gegen Kaufprämien für Elektroautos ausgesprochen, wie sie Frankreich oder die USA zahlen. "Mit staatlichen Kaufprämien würde man der Elektromobilität in Deutschland letztlich einen Bärendienst erweisen. Denn derartige staatliche Anreize können den Wettbewerb verzerren und zu Fehlanreizen führen", erklärte er am Dienstag in Berlin. "Auch in der Elektromobilität sind Markt und Wettbewerb der beste Motor für Innovationen und technischen Fortschritt."
Brüderle reagierte damit auf einen Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Dienstagausgabe). Danach fordert die Autoindustrie mehrere Milliarden Euro Subventionen für die Produktion von Elektroautos. Im Gegenzug wollten die Firmen Tausende neue Stellen schaffen. Das stehe in einem Bericht der Nationalen Plattform Elektromobilität NPE. Er solle offiziell am 11. Mai an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) übergeben werden.
Brüderle verwies auf die Förderung der Grundlagenforschung zur Elektromobilität durch die Regierung. Die 500 Millionen Euro seien "gut angelegtes Geld", denn es geht um eine Investition in eine Zukunftstechnik. Deutschland wolle Leitanbieter und Leitmarkt für Elektromobilität werden. Doch nur die Industrie könne erfolgreich die Entwicklung vorantreiben. Dazu habe sie die Kraft und Innovationsbereitschaft. Der Aufschwung habe die deutsche Autoindustrie voll erfasst. Dadurch seien neue Spielräume entstanden.
Die NPE ist eine lose Vereinigung aus Regierung, Forschung und Industrie.
dapd
