Aufschwung des zivilen Flugverkehrs Entwicklungskosten fressen MTU-Gewinnzuwachs auf

Der Aufschwung des zivilen Flugverkehrs lässt den Umsatz des Triebwerksherstellers MTU Aero weiter steigen, aber wegen hoher Forschungs- und Entwicklungskosten kommt das noch nicht beim Gewinn an. Für das Gesamtjahr sagte Vorstandschef Egon Behle am Dienstag zwar ein Umsatzwachstum um sieben bis acht Prozent auf 2,9 Milliarden Euro, aber wie im Vorjahr nur gut 140 Millionen Euro Gewinn voraus.

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Entwicklungskosten fressen MTU-Gewinnzuwachs auf

München (dapd). Der Aufschwung des zivilen Flugverkehrs lässt den Umsatz des Triebwerksherstellers MTU Aero weiter steigen, aber wegen hoher Forschungs- und Entwicklungskosten kommt das noch nicht beim Gewinn an. Für das Gesamtjahr sagte Vorstandschef Egon Behle am Dienstag zwar ein Umsatzwachstum um sieben bis acht Prozent auf 2,9 Milliarden Euro, aber wie im Vorjahr nur gut 140 Millionen Euro Gewinn voraus.

Im ersten Quartal stieg der Umsatz um vier Prozent auf 665 Millionen Euro und das operative Ergebnis (Ebit) sogar um 17 Prozent auf 81 Millionen Euro. Haupttreiber waren das zivile Neu- und Ersatzteilgeschäft, vor allem Aufträge für Airbus-A320-Triebwerke.

Dagegen schrumpfte das Militärgeschäft kräftig und soll im Gesamtjahr um etwa zehn Prozent unter dem Vorjahresniveau landen, wie Finanzvorstand Reiner Winkler sagte. Einziger Lichtblick hier ist das Triebwerk für den Airbus-Militärtransporter A400M, das noch im Mai die Serienzulassung erhalten soll. Alle Streitpunkte mit den Partnern seien jetzt vom Tisch, sagte Behle. Der Quartalsgewinn blieb unverändert bei 40 Millionen Euro.

Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben stiegen im ersten Quartal um 25 Prozent. Der Löwenanteil entfällt auf das Turbofan-Triebwerk für den Airbus A320-neo, für dessen Produktion MTU eine neue Turbinenrad-Fabrik in München baut. Umsatz und Gewinn brächten diese Großaufträge mehrerer Fluggesellschaften aber erst ab der Auslieferung des neuen Flugzeugs im Jahr 2015, sagte Behle.

dapd