Pauschalreisen in die Türkei und nach Thailand haben sich im April ungewöhnlich stark verteuert. Es handelt sich um die höchsten Preissteigerungsraten seit Jahren in den beiden Ländern, wie das aktuelle Urlaubspreis-Barometer des Reiseportals HolidayCheck.de zeigt, das am Montag veröffentlicht wurde.
Pauschalreisen in die Türkei und Thailand erheblich teurer
Berlin (dapd). Pauschalreisen in die Türkei und nach Thailand haben sich im April ungewöhnlich stark verteuert. Es handelt sich um die höchsten Preissteigerungsraten seit Jahren in den beiden Ländern, wie das aktuelle Urlaubspreis-Barometer des Reiseportals HolidayCheck.de zeigt, das am Montag veröffentlicht wurde. Beide Länder profitierten davon, dass Urlauber, die ursprünglich Richtung Nordafrika reisen wollten, aufgrund der politischen Konflikte umbuchten, wie ein Sprecher des Portals sagte.
Alle Pauschalreisen kosteten im abgelaufenen Monat im Durchschnitt 7,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Im März waren es noch 8,1 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum.
Für ihre Türkei-Ferien mussten Urlauber 13,9 Prozent mehr bezahlen. Für andere Mittelmeerziele zogen die Preise weniger stark an: Eine Griechenland-Pauschalreise kostete 5,5 Prozent mehr, eine Pauschalreise nach Mallorca 7,2 Prozent mehr. Tunesien-Reisende mussten hingegen 15,5 Prozent weniger ausgeben, Ägypten-Touristen zahlten 3,8 Prozent weniger als im Vorjahr.
Thailand-Urlaub liegt weit über dem Durchschnittstrend: Mit einem Plus von 32,4 Prozent erreichte die Teuerungsrate den höchsten Stand seit Jahren. Im April 2010 hatten die Feriengäste im Durchschnitt noch 2.129 Euro ausgegeben. In diesem Jahr waren es bereits 2.818 Euro. Das Pauschalreiseziel Dominikanische Republik kostete im April 8,2 Prozent mehr.
Die Kanarischen Inseln zeigen ein uneinheitliches Bild. Einzig für Fuerteventura zahlten Urlauber fast so viel wie vor einem Jahr: nur 0,4 Prozent mehr. Dagegen zogen die Preise für Gran Canaria um 8,1 und für Teneriffa um 8,7 Prozent an. Das monatlich veröffentlichte Urlaubspreis-Barometer basiert auf den Daten von weit mehr als 20.000 tatsächlich gebuchten Reisen.
dapd
