Myfest in Berlin-Kreuzberg Mehrere Hundert Demonstranten protestieren gegen steigende Mieten

Inmitten des friedlichen Myfestes in Berlin-Kreuzberg haben am Sonntag mehrere Hundert Menschen gegen steigende Mieten demonstriert. Der 1.Mai-Aufzug unter dem Motto "Billige Mieten statt steigende Profite! Gerechtigkeit für Alle statt Ausbeutung und Ausgrenzung" verlief nach den Worten einer Polizeisprecherin "friedlich und ohne Vorkommnisse".

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Mehrere Hundert Demonstranten protestieren gegen steigende Mieten

Berlin (dapd). Inmitten des friedlichen Myfestes in Berlin-Kreuzberg haben am Sonntag mehrere Hundert Menschen gegen steigende Mieten demonstriert. Der 1.Mai-Aufzug unter dem Motto "Billige Mieten statt steigende Profite! Gerechtigkeit für Alle statt Ausbeutung und Ausgrenzung" verlief nach den Worten einer Polizeisprecherin "friedlich und ohne Vorkommnisse".

Teilnehmer der von linken Gruppen initiierte Demonstration trugen Papschilder bei sich, auf denen unter anderem stand "Das Baugewerbe freut's bestimmt, wenn die Stadt heut Schaden nimmt" und "Bürgerinnen zu den Waffen - heute heißt es Mehrwert schaffen". Zudem skandierten die Demonstranten Sprüche wie "Mieten verweigern, Kündigung ins Klo, Häuser besetzen sowieso".

In Kreuzberg wird seit dem Vormittag das Myfest mit nach Schätzungen der Polizei 16.000 Besuchern gefeiert. Das von Anwohnern, Gewerbetreibenden und bürgerschaftlichen Initiativen organisierte und vom Bezirksamt mitfinanzierte Straßenfest gibt es seit 2003. Es wurde nach Angaben der Veranstalter gegründet, "um den Ausschreitungen am 1. Mai in diesem Gebiet entgegenzuwirken und potentiellen Gewalttätern alternative Unterhaltung zu bieten".

Die "Revolutionäre 1. Mai-Demonstration" um 18.00 Uhr sollte in diesem Jahr nicht wie in den vergangenen Jahren am Kottbusser Tor, sondern auf der rund einen Kilometern entfernten Kottbusser Brücke beginnen. Im Anschluss an diesen von linken Gruppen initiierten Aufzug hatte es in den vergangenen Jahren immer wieder Ausschreitungen gegeben. Die Polizei ist nach eigenen Angaben berlinweit mit mehr als 6000 Beamten im Einsatz.

dapd