Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) hat seine Forderung nach einem bundesweit einheitlichen Mindestlohn bekräftigt. Zum 1. Mai, dem traditionellen Tag der Arbeit, forderte Platzeck am Samstag in Potsdam die Bundesregierung auf, über entsprechende Regelungen zu beraten und so "prekären Beschäftigungsverhältnissen einen Riegel" vorzuschieben.
Platzeck bekräftigt Forderung nach bundesweitem Mindestlohn
Potsdam (dapd). Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) hat seine Forderung nach einem bundesweit einheitlichen Mindestlohn bekräftigt. Zum 1. Mai, dem traditionellen Tag der Arbeit, forderte Platzeck am Samstag in Potsdam die Bundesregierung auf, über entsprechende Regelungen zu beraten und so "prekären Beschäftigungsverhältnissen einen Riegel" vorzuschieben. Bisher verschließe sich die Bundesregierung aber den Argumenten für einen Mindestlohn, kritisierte er.
Einen einheitlichen Lohn bezeichnete Platzeck als "Grundlage für ein gesundes wirtschaftliches Wachstum". Gute Löhne seien künftig ein entscheidender Wettbewerbsfaktor bei der Gewinnung von Fachkräften. "Hohe Qualität ist mit niedrigen Löhnen auf Dauer nicht zu haben", sagte Platzeck.
Der Regierungschef hob hervor, dass Brandenburg bei öffentlichen Aufträgen künftig einen Mindestlohn für Arbeiter sicherstelle. Laut dem vom Kabinett verabschiedeten Vergabegesetz müssen Firmen ihren Arbeitskräften etwa beim Bau öffentlicher Straßen einen Mindest-Stundenlohn von 7,50 Euro zahlen. Auch wenn andere Länder ähnliche Gesetze verabschiedeten, liege die "eigentliche Bringschuld zum Thema Mindestlohn noch immer beim Bund", betonte Platzeck.
dapd
