Nach dem Machtwechsel zu Grün-Rot in Baden-Württemberg kündigt Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) die als Südschiene bekannt gewordene Zusammenarbeit der beiden südlichen Bundesländer auf. "Bisher hatten wir einen Wettstreit innerhalb gleicher Grundüberzeugungen", sagte Seehofer der "Süddeutschen zeitung" (Samstagasugabe) laut Vorabbericht. "Wir haben nun einen Wettbewerb der Systeme."
Seehofer ruft "Wettbewerb der Systeme" mit Baden-Württemberg aus
München (dapd). Nach dem Machtwechsel zu Grün-Rot in Baden-Württemberg kündigt Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) die als Südschiene bekannt gewordene Zusammenarbeit der beiden südlichen Bundesländer auf. "Bisher hatten wir einen Wettstreit innerhalb gleicher Grundüberzeugungen", sagte Seehofer der "Süddeutschen zeitung" (Samstagasugabe) laut Vorabbericht. "Wir haben nun einen Wettbewerb der Systeme."
Seehofer sagte, das schwarz-gelb regierte Bayern und das künftig grün-rote Baden-Württemberg schlügen jetzt unterschiedliche Wege ein. "Ich will den Beweis antreten, dass wir in Bayern bessere Ergebnisse erzielen", sagte Seehofer. Einen Wettbewerb sehe er vor allem in der Bildungs- und Hochschulpolitik. Während sich Baden-Württemberg für die Gemeinschaftsschule öffnen will, in der Kinder bis zur zehnten Klasse gemeinsam unterrichtet werden, beharrt Bayern auf dem dreigliedrigen Schulsystem. "Ich kenne keine Beispiele, wo die Gemeinschaftsschule bessere Ergebnisse zeigt", sagte Seehofer. Auch die in Baden-Württemberg angekündigte Abschaffung der Studiengebühren solle kein Vorbild für Bayern sein.
dapd
