Dalai Lama betet in Tokio - Ehrenamtliche Helfer strömen in Scharen in Krisenregion Deutsche Botschaft verlegt Betrieb zurück nach Tokio

Die deutsche Botschaft in Japan arbeitet seit diesem Freitag (29. April) wieder vollständig von Tokio aus. Das teilte Außenamtssprecher Andreas Peschke in Berlin mit. Die Auslagerung nach Osaka sei beendet, der Dienstbetrieb laufe wieder vollständig in Tokio.

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Deutsche Botschaft verlegt Betrieb zurück nach Tokio

Berlin/Tokio (dapd). Die deutsche Botschaft in Japan arbeitet seit diesem Freitag (29. April) wieder vollständig von Tokio aus. Das teilte Außenamtssprecher Andreas Peschke in Berlin mit. Die Auslagerung nach Osaka sei beendet, der Dienstbetrieb laufe wieder vollständig in Tokio.

Mitte März war der Botschaftsbetrieb von der japanischen Hauptstadt zunächst komplett in die etwa 500 Kilometer entfernte Metropole Osaka verlegt worden. Hintergrund waren Bedenken wegen radioaktiver Strahlung aus der Atomanlage in Fukushima, die durch das schwere Erdbeben und den folgenden Tsunami am 11. März gravierend beschädigt worden war. Zuletzt waren Botschaftsmitarbeiter sowohl in Tokio als auch in Osaka tätig.

Das Oberhaupt der tibetischen Buddhisten, der Dalai Lama, betete am Freitag in einem Tempel in Tokio zusammen mit anderen Mönchen für die Opfer der Katastrophe. In einer Ansprache sagte der Dalai Lama, es gebe keinen Grund, entmutigt und hoffnungslos zu sein.

Der Freitag markierte den 50. Tag nach dem Erdbeben und Tsunami am 11. März. Anhänger buddhistischer Strömungen in Japan glauben, dass die Toten 49 Tage in der Nähe ihrer Häuser umherschweifen, bis sie am 50. Tag in die nächste Existenzstufe übertreten.

Unterdessen verbringen viele Freiwillige ihre Frühjahrsferien, die sogenannte Goldene Woche, um bei den Aufräumarbeiten in der betroffenen Region im Nordosten des Landes zu helfen. Nach Angaben des Sozialministeriums kamen allein in der Stadt Ishinomaki bisher etwa 1.500 ehrenamtliche Helfer zusammen.

dapd