Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) sieht die Bundeswehr vor einer längeren Reformphase. "Die Neuausrichtung wird sich nicht bis zum Ende der Legislaturperiode 2013 durchsetzen lassen", sagte de Maizière der "Leipziger Volkszeitung" laut Vorabbericht.
"Ein ziemlich großes Ziel"
Leipzig (dapd). Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) sieht die Bundeswehr vor einer längeren Reformphase. "Die Neuausrichtung wird sich nicht bis zum Ende der Legislaturperiode 2013 durchsetzen lassen", sagte de Maizière der "Leipziger Volkszeitung laut Vorabbericht. "Aber ich möchte jetzt die Grundentscheidungen so anlegen, dass sie danach nicht mehr in Frage gestellt sind, egal wer dann als Minister Verantwortung trägt." Das sei ein ziemlich großes Ziel.
De Maizière sagte, er empfinde die Feststellung als Lob, dass aus Pomp und Gloria zu Zeiten seines Vorgängers Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) unter ihm ein mittleres Maß geworden sei. "Das empfinde ich als Wertschätzung", sagte er. - Mittelmaß halte er aber für eine Beleidigung. Er habe immer geahnt, dass die Aufregung als Dauerzustand um einen Wehrminister nicht gut sei. "Ich will nicht den Belastungstest bis zum Letzten ausführen", sagte Maizière.
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