RWE-Betriebsrat Reinhold Gispert warnt vor einer Diffamierung der Kerntechnologie. "Als Mitarbeiter eines Kernkraftwerks kommt man sich zurzeit im eigenen Land vor, als ob man auf der Anklagebank sitzen würde", sagte er am Donnerstag bei einer öffentlichen Expertenanhörung der Ethikkommission zur Energieversorgung in Berlin.
RWE-Betriebsrat warnt vor Diffamierung der Kerntechnik
Berlin (dapd). RWE-Betriebsrat Reinhold Gispert warnt vor einer Diffamierung der Kerntechnologie. "Als Mitarbeiter eines Kernkraftwerks kommt man sich zurzeit im eigenen Land vor, als ob man auf der Anklagebank sitzen würde", sagte er am Donnerstag bei einer öffentlichen Expertenanhörung der Ethikkommission zur Energieversorgung in Berlin. Er appellierte an die Mitglieder des "Rats der Weisen", für eine Versachlichung der Debatte über die Atomkraft zu sorgen.
Gispert zeigte sich überzeugt, dass die RWE-Anlagen im internationalen Vergleich "den bestmöglichen Schutz" böten. Deshalb hätten die Beschäftigten auch keine Angst vor den Ergebnissen der derzeit laufende Sicherheitsüberprüfungen. "Das setzt aber voraus, dass die Bewertung objektiv und ergebnisoffen erfolgt und nicht nach Maßstäben, die kein Kernkraftwerk weltweit erfüllen kann", fügte er hinzu.
Zugleich warnte er vor den Auswirkungen eines raschen Atomausstiegs auf die Arbeitsplätze im Energiesektor. Sollte die Politik im Auftrag der Gesellschaft zu dem Schluss kommen, auf die Kernenergie verzichten zu wollen, "dann gehört untrennbar zu dieser Entscheidung die Verantwortung für die Arbeitsplätze", sagte Gispert und fügte hinzu: "Es kann nicht sein, dass wir Arbeitnehmer am Schluss die Zeche zahlen müssen."
dapd
