Deutsche Bank steigert Quartalsgewinn deutlich - Aktie zieht kräftig an Postbank-Übernahme macht sich bezahlt

Ein überraschend starkes Privatkundengeschäft sowie stabile Erträge im Investmentbanking haben der Deutschen Bank im ersten Quartal zu einem Gewinnanstieg verholfen. Wie das größte deutsche Finanzinstitut am Donnerstag in Frankfurt am Main mitteilte, stieg der Gewinn nach Steuern von 1,8 Milliarden Euro im Vorjahr auf 2,1 Milliarden Euro.

Foto: dapd

Postbank-Übernahme macht sich bezahlt

Frankfurt/Main (dapd). Ein überraschend starkes Privatkundengeschäft sowie stabile Erträge im Investmentbanking haben der Deutschen Bank im ersten Quartal zu einem Gewinnanstieg verholfen. Wie das größte deutsche Finanzinstitut am Donnerstag in Frankfurt am Main mitteilte, stieg der Gewinn nach Steuern von 1,8 Milliarden Euro im Vorjahr auf 2,1 Milliarden Euro.

Vor Steuern erwirtschaftete der DAX-Konzern einen Gewinn von 3,0 Milliarden Euro, was einem Plus von 8 Prozent entspricht. Die Zahlen fielen wesentlich besser aus als die anderer europäischer Großbanken. Im Investmentbanking und im Privatkundengeschäft erwirtschaftete die Bank einen Vorsteuergewinn von zusammen 3,5 Milliarden Euro.

Die Aktie der Deutschen Bank legte bis zum Nachmittag um gut 4 Prozent auf 43,53 Euro zu. Analysten verwiesen besonders auf das Privatkundengeschäft. Der Beitrag der im vergangenen Jahr vollständig übernommenen Postbank zum Gesamtergebnis sei höher als erwartet, da die Integrationskosten bislang niedriger als veranschlagt gewesen seien.

Das Privatkundengeschäft erzielte mit einem Gewinn von knapp einer Milliarde Euro das höchste Vorsteuerergebnis aller Zeiten. Im ersten Quartal des Vorjahres hatte er noch bei 184 Millionen Euro gelegen.

"Die Deutsche Bank ist sehr gut in dieses Jahr gestartet", sagte der Vorstandsvorsitzende Josef Ackermann. Ebenso wie die Höhe ermutige die breite Basis der Erträge im ersten Quartal. "Darin spiegeln sich Diversifizierung und geografische Ausgewogenheit unseres Geschäftsmodells wider", sagte Ackermann. Die Bank sei zuversichtlich, ihr "ehrgeiziges Gewinnziel" für 2011 von zehn Milliarden Euro vor Steuern in den operativen Geschäftsbereichen zu erreichen. Analysten gingen bislang von 8 Milliarden bis 9 Milliarden Euro aus.

Im Investmentbanking erwirtschaftete die Deutsche Bank einen relativ stabilen Vorsteuergewinn von 2,6 Milliarden Euro. Die Wettbewerber Barclays Capital, Credit Suisse und UBS hatten in den ersten drei Monaten im Investmentbanking um bis zu 30 Prozent weniger Gewinn vor Steuern gemacht.

Nach den Worten von Finanzvorstand Stefan Krause will die Bank vor allem die Ergebnisbeiträge aus dem Privatkundengeschäft verstärken. Im ersten Quartal entfiel ein noch relativ geringer Teil des Vorsteuergewinns auf den Bereich Private Clients und Asset Management. Mittelfristig sollen aber 40 Prozent der Erträge, langfristig sogar 50 Prozent aus der Privatkundensparte kommen.

dapd