Das Handwerk mahnt die Bundesregierung zu mehr Einsatz für den Mittelstand. Auch die Herausforderungen des Euro-Stabilitätsprogramms dürften den Blick auf die vorhandenen Reformbaustellen nicht verstellen, sagte der Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Holger Schwannecke, der "Passauer Neuen Presse" laut Vorabbericht.
"Wir benötigen jetzt den Einstieg in eine steuerliche Strukturreform"
Passau (dapd). Das Handwerk mahnt die Bundesregierung zu mehr Einsatz für den Mittelstand. Auch die Herausforderungen des Euro-Stabilitätsprogramms dürften den Blick auf die vorhandenen Reformbaustellen nicht verstellen, sagte der Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Holger Schwannecke, der "Passauer Neuen Presse" (Mittwochausgabe) laut Vorabbericht. "Wir benötigen jetzt den Einstieg in eine steuerliche Strukturreform", sagte Schwannecke.
Schwannecke sagte, für den Mittelstand könne deutlich mehr getan werden. "Die Wirtschaft braucht Verlässlichkeit", sagte er. "Ein Symbol dafür wäre etwa die Steuerpolitik." Entlastungsschritte müssten nicht sofort in Kraft gesetzt werden. Aber die Bundesregierung solle das Problem der steuerlichen Überbelastung kleinerer und mittlerer Einkommen angehen.
Schwannecke forderte eine Energiewende mit Augenmaß. "Wir dürfen keinen Blindflug starten. Es kann nicht sein, dass wir überstürzt aus der Atomenergie aussteigen, ohne zu wissen, wohin die Reise geht", sagte er. Es sei offen, wer für die Kosten der Energiewende aufkomme. Bisher argumentiere jeder mit anderen Zahlen.
dapd
