"Der Konzern hat Raubbau an den Zügen betrieben, um Kosten zu sparen" Zeitung: Wieder Probleme mit ICE-Klimaanlagen

Nach dem Hitze-Chaos im Sommer fallen in den ICE-Zügen der Deutschen Bahn offenbar schon wieder Klimaanlagen aus. In mehreren ICEs zwischen Hannover und Berlin hätten am Wochenende die Klimaanlagen gestreikt, berichtet die "Bild"-Zeitung (Dienstagausgabe). Zunächst am Ostersamstag in einem ICE bei Hämelerwald (Lehrte): Der Zug blieb laut Bahn wegen eines kaputten Stromabnehmers stehen.

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Zeitung: Wieder Probleme mit ICE-Klimaanlagen

Hannover (dapd). Nach dem Hitze-Chaos im Sommer fallen in den ICE-Zügen der Deutschen Bahn offenbar schon wieder Klimaanlagen aus. In mehreren ICEs zwischen Hannover und Berlin hätten am Wochenende die Klimaanlagen gestreikt, berichtet die "Bild"-Zeitung (Dienstagausgabe). Zunächst am Ostersamstag in einem ICE bei Hämelerwald (Lehrte): Der Zug blieb laut Bahn wegen eines kaputten Stromabnehmers stehen. Als Folge fiel die Klimaanlage komplett aus, zur Belüftung musste das Personal die Zugtüren öffnen. Die Fahrgäste wurden schließlich über Brücken in einen parallel geparkten ICE evakuiert, kamen mit zweistündiger Verspätung in Berlin an.

Technische Probleme auch am Ostersonntag: In mehreren ICE-Waggons zwischen Wolfsburg und Berlin seien die Klimaanlagen ausgefallen. Bahnsprecher Dirk Pohlmann sagte der Zeitung: "Der Grund dafür ist ein technisches Bauteil, das ab und an ausfällt. Dadurch kann es in einzelnen Waggons zu Ausfällen kommen."

Für den Fahrgastverband "Pro Bahn" liegen die Ursachen für die Pannen-Serie auf der Hand: "Das Problem ist die Sparwut der Bahn. Der Konzern hat Raubbau an den Zügen betrieben, um Kosten zu sparen", sagt Verbandssprecher Hartmut Buyken.

dapd