Der designierte Vorsitzende der baden-württembergischen CDU, Thomas Strobl, hat die Union dazu aufgefordert, die im vergangenen Herbst beschlossene Laufzeitverlängerung für deutsche Atomkraftwerke als Fehler einzugestehen.
CDU-Politiker Strobl: Laufzeitverlängerung war ein Fehler
Berlin (dapd). Der designierte Vorsitzende der baden-württembergischen CDU, Thomas Strobl, hat die Union dazu aufgefordert, die im vergangenen Herbst beschlossene Laufzeitverlängerung für deutsche Atomkraftwerke als Fehler einzugestehen. In einem Beitrag für die Zeitung "Bild am Sonntag" schreibt Strobl: "Die CDU hat in der Energiepolitik Glaubwürdigkeit verloren. Die Laufzeitverlängerung war aus heutiger Sicht ein Fehler."
Dieses Eingeständnis gehöre zu einem glaubwürdigen Neuanfang in der Energiepolitik ebenso wie die Tatsache, "dass sofortiges Abschalten bei uns und teures Einkaufen von ausländischem Atomstrom eine politische Heuchelei sind".
Vor dem Hintergrund der Atomkatastrophe von Fukushima fordert Strobl von seiner Partei einen energiepolitischen Neuanfang. Es dürfe jetzt aber nicht nur darum gehen, so schnell wie möglich auszusteigen. "Uns muss vielmehr umtreiben: Wie können wir in die erneuerbaren Energien bestmöglich einsteigen!"
dapd
