Air-Berlin-Airbus betroffen - Gestank im Flugzeug - Luftfahrtbundesamt geht Störungen nach Öldämpfe geraten in Flugzeugkabine

Zwischenfall bei Air Berlin: Nach Auskunft des Luftfahrtbundesamtes sind bei einem Airbus A330 auf mindestens einem Flug Öldämpfe in die Kabine gelangt. "Uns liegen Störungsmeldungen vor, denen wir nachgehen", sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur dapd am Donnerstag in Berlin. Er bestätigte damit Berichte des Nachrichtenmagazins "Spiegel" und des NDR Info Radios.

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Öldämpfe geraten in Flugzeugkabine

Braunschweig/Berlin (dapd). Zwischenfall bei Air Berlin: Nach Auskunft des Luftfahrtbundesamtes sind bei einem Airbus A330 auf mindestens einem Flug Öldämpfe in die Kabine gelangt. "Uns liegen Störungsmeldungen vor, denen wir nachgehen", sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur dapd am Donnerstag in Berlin. Er bestätigte damit Berichte des Nachrichtenmagazins "Spiegel" und des NDR Info Radios.

Demzufolge nahm die gesamte Besatzung der Maschine während des Flugs von München nach Bangkok einen heftigen Ölgeruch wahr. Sowohl Passagiere als auch Crew-Mitglieder hätten über Übelkeit und Kopfschmerzen geklagt. Grund dafür sei eine defekte Dichtung gewesen. Das Schmiermittel habe somit großflächig durch das Triebwerk fließen können. Air Berlin ließ den Motor bei der Rückkehr in Deutschland austauschen.

Dem Sprecher des Luftfahrtamts zufolge sollten solche Vorfälle zwar nicht vorkommen. "Störungen oder Lecks wie diese können aber gerade bei älteren Maschinen auftreten." Die von Air Berlin selbst vorgelegten Befunde würden derzeit von Technikern ausgewertet. Wie lange das dauern wird, könne noch nicht gesagt werden. Zu befürchten habe die Fluggesellschaft aber nichts. Möglich sei, dass Wartungsintervalle verkürzt würden. "Es wäre aber übertrieben, von einem Einzelfall gleich auf die gesamte Flotte zu schließen", erklärte der Sprecher.

Eine Air-Berlin-Sprecherin erklärte auf Anfrage, bei Wartung und Reparatur der Maschine habe sich das Unternehmen strikt an die Vorgaben des Flugzeugherstellers Airbus gehalten. Die Luftsicherheit sei zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt, die Passagiere nie in Gefahr gewesen. Berichte, wonach Air Berlin fahrlässig gehandelt habe, weise das Unternehmen entschieden zurück.

dapd