Der Autozulieferer ZF Friedrichshafen schreibt wieder schwarze Zahlen. Dank der unerwartet schnellen Erholung nach der schwersten Krise der Unternehmensgeschichte erzielte der Hersteller von Antriebs- und Fahrwerktechnik 2010 einen Rekordumsatz von 12,9 Milliarden Euro, wie Vorstandsvorsitzender Hans-Georg Härter auf der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens am Donnerstag in Stuttgart sagte.
Auto-Boom bringt ZF Friedrichshafen zurück in die Gewinnzone
Stuttgart (dapd). Der Autozulieferer ZF Friedrichshafen schreibt wieder schwarze Zahlen. Dank der unerwartet schnellen Erholung nach der schwersten Krise der Unternehmensgeschichte erzielte der Hersteller von Antriebs- und Fahrwerktechnik 2010 einen Rekordumsatz von 12,9 Milliarden Euro, wie Vorstandsvorsitzender Hans-Georg Härter auf der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens am Donnerstag in Stuttgart sagte. Das waren 38 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Unter dem Strich blieben dem Konzern 443 Millionen Euro nach minus 421 Millionen Euro 2009.
In allen Segmenten seien weit überdurchschnittliche Wachstumsraten erzielt worden, sagte Härter. So hätten die Umsatzzuwächse mit der Pkw-Industrie zwischen 30 und 40 Prozent gelegen. Äußerst positiv habe sich der Umsatz bei Produkten für die Pkw-Premiumklasse entwickelt. Die im Vorjahr besonders von der Krise betroffenen Marktsegmente für Lkw sowie Baumaschinen hätten mit einem Plus von rund 50 beziehungsweise 100 Prozent die höchsten Zuwachsraten erreicht. Zum überdurchschnittlichen Wachstum hätten besonders Brasilien, Russland, Indien, China und die USA beigetragen.
2011 rechnet ZF laut Härter mit einem stabilen Umsatzwachstum von rund zehn Prozent auf über 14 Milliarden Euro. Eine gewichtige Rolle wird den Angaben zufolge weiterhin der Ausbau der Hybridtechnologie spielen. Herausforderungen sieht Härter durch die weiter steigenden Rohstoffpreise, durch latente Gefahren aus den Finanzmärkten sowie in der Sicherung der weltweiten Lieferketten.
Bis Ende 2011 will ZF seine Beschäftigtenzahl in Deutschland um 2.000 und weltweit um 5.000 auf insgesamt 70.000 steigern. In Deutschland hat ZF rund 40.000 Beschäftigte. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben auf der Rangliste der Automobilzulieferer unter den zehn größten Unternehmen weltweit.
dapd
