"Die Endlagerung muss Teil des neuen Energiekonzepts sein." FDP will alternative Standorte für Atomendlager erkunden

Die FDP gibt bei der Suche nach einem Atommüllendlager ihre Fixierung auf den Standort Gorleben auf. "Wir sollten nicht mit der Erkundung von Gorleben aufhören, aber gleichzeitig alternative Konzepte untersuchen", sagte der Energieexperte der Bundestagsfraktion, Horst Meierhofer, der "Financial Times Deutschland" laut Vorabbericht. "Die Endlagerung muss Teil des neuen Energiekonzepts sein."

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FDP will alternative Standorte für Atomendlager erkunden

Hamburg (dapd). Die FDP gibt bei der Suche nach einem Atommüllendlager ihre Fixierung auf den Standort Gorleben auf. "Wir sollten nicht mit der Erkundung von Gorleben aufhören, aber gleichzeitig alternative Konzepte untersuchen", sagte der Energieexperte der Bundestagsfraktion, Horst Meierhofer, der "Financial Times Deutschland" laut Vorabbericht. "Die Endlagerung muss Teil des neuen Energiekonzepts sein."

Der FDP-Politiker begründete seine Position damit, dass der Atommüll für künftige Generationen zugänglich bleiben solle. "Für uns spielt die Rückholbarkeit des Atommülls eine zentrale Rolle", sagte Meierhofer. "Wenn es in 30 oder 300 Jahren Technologien gibt, die die Halbwertszeit verkürzen oder Energie aus dem Atommüll gewinnen, dann sollten Menschen sie auch nutzen können."

Meierhofer sagte: "Ob nur Salz dafür geeignet ist, muss man infrage stellen." Eine Alternative wären Tongesteine, die vor allem in Niedersachsen und Baden-Württemberg vorkommen.

Der Kurswechsel soll dem Blatt zufolge beim FDP-Parteitag in Rostock in drei Wochen beschlossen werden. Die FDP-Fachpolitiker arbeiten derzeit an einem entsprechenden Leitantrag.

dapd