In der Stasiunterlagenbehörde ist ein Hausmeister nach 19 Jahren als ehemaliger Inoffizieller Mitarbeiter (IM) enttarnt worden. Wie der Bundesbeauftragte für die Stasiunterlagen am Mittwoch in Berlin mitteilte, habe man sich sofort nach Bekanntwerden der IM-Akten von dem Mitarbeiter getrennt. Aufgeflogen war der ehemalige Spitzel bei einer Routineüberprüfung.
Hausmeister in der Stasiunterlagenbehörde als früherer IM enttarnt
Berlin (dapd). In der Stasiunterlagenbehörde ist ein Hausmeister nach 19 Jahren als ehemaliger Inoffizieller Mitarbeiter (IM) enttarnt worden. Wie der Bundesbeauftragte für die Stasiunterlagen am Mittwoch in Berlin mitteilte, habe man sich sofort nach Bekanntwerden der IM-Akten von dem Mitarbeiter getrennt. Aufgeflogen war der ehemalige Spitzel bei einer Routineüberprüfung. Zuvor hatte eine Arbeitsgruppe zur manuellen Rekonstruktion zerrissener Unterlagen dessen Akte zusammen gepuzzelt.
Auf 123 Seiten finden sich unter anderem eine IM-Registrierung und handschriftliche Treffberichte. Der Mann war von 1979 bis 1985 für das DDR-Ministerium für Staatssicherheit als IM tätig. Bei der Überprüfung konnten diese Unterlagen dem Mitarbeiter, der seit 1992 als Hausmeister in der Behörde arbeitete, zugeordnet werden, was zur sofortigen einvernehmlichen Trennung führte. Der Bundesbeauftragte für die Stasiunterlagen, Roland Jahn, betonte, dass seine Behörde der Aufarbeitung und damit "zu besonderer Glaubwürdigkeit verpflichtet" sei.
dapd
