Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) verlangt den Ausstieg aus der Nutzung der Kernenergie. "Ich habe auch immer gedacht, das Restrisiko sei theoretisch", sagte Lieberknecht der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Mittwochausgabe) laut Vorabbericht. "Japan hat gezeigt, dass wir diese Technologie im Krisenfall eben nicht beherrschen, stattdessen ohnmächtig der Katastrophe zusehen müssen."
Lieberknecht befürwortet Ausstieg aus der Atomkraft
Düsseldorf (dapd-lth). Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) verlangt den Ausstieg aus der Nutzung der Kernenergie. "Ich habe auch immer gedacht, das Restrisiko sei theoretisch", sagte Lieberknecht der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Mittwochausgabe) laut Vorabbericht. "Japan hat gezeigt, dass wir diese Technologie im Krisenfall eben nicht beherrschen, stattdessen ohnmächtig der Katastrophe zusehen müssen."
Lieberknecht sagte, die Reaktorkatastrophe in Fukushima bedeute für sie eine Zäsur. "Wir müssen aussteigen aus der Atomenergienutzung, nicht blind, aber aussteigen müssen wir - zum Schutze der Schöpfung", sagte sie.
Zur umstrittenen Präimplantationsdiagnostik (PID) äußerte sich Lieberknecht ablehnend. Der Mensch habe nicht das Recht, über menschliches Leben zu verfügen. Sie würde, wenn sie im Bundestag über die PID-Zulassung abstimmen müsste, definitiv mit Nein stimmen. "Ein bisschen PID gibt es nicht", sagte die frühere evangelische Pastorin.
dapd
