Die Union will ausländische Pflegekräfte aus der Schwarzarbeit holen Paritätischer Gesamtverband unterstützt CDU-Vorstoß zur Pflege

Der Paritätische Gesamtverband lobt die Pläne der Union, ausländische Pflegekräfte aus der Schwarzarbeit zu holen. Ein solcher Schritt sei überfällig sagte Gesamtverbandschef Eberhard Jüttner der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Dienstagausgabe) laut Vorabbericht. Die Legalisierung dieser Hilfe in Privathaushalten schütze vor Ausbeutung.

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Paritätischer Gesamtverband unterstützt CDU-Vorstoß zur Pflege

Osnabrück (dapd). Der Paritätische Gesamtverband lobt die Pläne der Union, ausländische Pflegekräfte aus der Schwarzarbeit zu holen. Ein solcher Schritt sei überfällig sagte Gesamtverbandschef Eberhard Jüttner der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Dienstagausgabe) laut Vorabbericht. Die Legalisierung dieser Hilfe in Privathaushalten schütze vor Ausbeutung. Zudem werde Familien, die sich in Not nicht anders zu helfen wüssten, die Angst vor Entdeckung genommen.

Jüttner sagte, eine Haushaltshilfe werde professionelle Fachpflege allerdings nicht ersetzen können. Aber die Pläne der Union machten den Weg frei, um künftig professionelle Pflege und häusliche Betreuung besser miteinander zu verzahnen. "Das wäre ein entscheidender Schritt zur Entlastung pflegender Angehöriger und zur Sicherung der Qualität", sagte Jüttner.

Er forderte die CDU auf, die Kosten ehrlich zu benennen. Sonst laufe jedes Konzept ins Leere. Der Umbau des Pflegesystems werde mindestens fünf Milliarden Euro Mehrkosten bringen.

Jüttner wies Forderungen zurück, Langzeitarbeitslose für die Pflege oder den Freiwilligendienst zu gewinnen. Beim Dienst am Menschen könnten nur jene eingesetzt werden, die dies freiwillig und aus Überzeugung tun. Eine Zwangsrekrutierung lehne der Verband ab.

dapd