Parteichefin Lötzsch will Kampagnen und Aktionen preiswerter durchführen Linke will nach Sparmöglichkeiten suchen

Die Linke will nach Aussage ihrer Vorsitzenden Gesine Lötzsch geplante Ausgaben der Partei genau überprüfen. "Wir werden sehen, ob nicht die eine oder andere Kampagne oder Aktion preiswerter möglich ist", sagte Lötzsch am Montag in Berlin. Der bis 31. Mai gültige Finanzplan solle einer Generalrevision unterzogen werden. Das habe der geschäftsführende Parteivorstand Ende März beschlossen.

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Linke will nach Sparmöglichkeiten suchen

Berlin (dapd). Die Linke will nach Aussage ihrer Vorsitzenden Gesine Lötzsch geplante Ausgaben der Partei genau überprüfen. "Wir werden sehen, ob nicht die eine oder andere Kampagne oder Aktion preiswerter möglich ist", sagte Lötzsch am Montag in Berlin. Der bis 31. Mai gültige Finanzplan solle einer Generalrevision unterzogen werden. Das habe der geschäftsführende Parteivorstand Ende März beschlossen.

Lötzsch erklärte, auch die Frage nach möglichen Erhöhungen der Einnahmen werde besprochen. Sie verwies darauf, dass die Linke als einzige Partei keinerlei Großspenden aus der Wirtschaft erhalte, sondern sich nur durch Mitgliedsbeiträge finanziere. "Natürlich hätten wir gerne mehr Geld zur Verfügung", sagte Lötzsch.

Am Wochenende hatte die Partei Meldungen dementiert, wonach sie in finanziellen Schwierigkeiten stecke. "Es gibt weder Finanzprobleme noch einen Ausgabenstopp", sagte der Linke-Bundesgeschäftsführer Werner Dreibus am Samstag in Berlin. Anderslautende Berichte basierten auf "Falschinformationen".

Der "Spiegel" hatte berichtet, die Linke stehe vor dramatischen Finanzproblemen. Schatzmeister Raju Sharma habe intern mehrfach davor gewarnt und einen Ausgabestopp verhängt. Er beklage zudem fehlende Beitragsehrlichkeit und überteuerte Kampagnen des Vorstands.

dapd