Früherer Marktstart des 2011er-Jahrgangs erwartet Verband fordert genauere Herkunftsbezeichnung von Weinen

Der Präsident des Verbands der Prädikatsweingüter (VDP), Steffen Christmann, hat eine Präzisierung der Herkunftsbezeichnung bei deutschen Weinen gefordert. Die bisher verwendeten Bezeichnungen der Großlagen seien meist irreführend, sagte Christmann auf der Mainzer Weinbörse, die am Montag zu Ende geht.

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Verband fordert genauere Herkunftsbezeichnung von Weinen

Mainz (dapd-rps). Der Präsident des Verbands der Prädikatsweingüter (VDP), Steffen Christmann, hat eine Präzisierung der Herkunftsbezeichnung bei deutschen Weinen gefordert. Die bisher verwendeten Bezeichnungen der Großlagen seien meist irreführend, sagte Christmann auf der Mainzer Weinbörse, die am Montag zu Ende geht.

Viele Großlagen würden mit Namen bezeichnet, "die sich für den Verbraucher wie kleine Weinberge hinter der Kirche anhören". Tatsächlich sei deren Fläche aber größer als die mancher Anbaugebiete, sagte Christmann. Der Ruhm einzelner Orte werde so zu Unrecht ausgenutzt. Der Herkunftsgedanke im deutschen Weinrecht müsse bei der Umsetzung der EU-Weinmarktreform gestärkt werden, forderte der VDP-Präsident.

Als Folge der teils gravierenden Ernteausfälle im Herbst vergangenen Jahres erwartet Christmann einen früheren Marktstart des 2011er-Jahrgangs. "Einige Weine dieses Jahres werden wohl schon im kommenden Januar angeboten werden", sagte Christmann. Das sei je nach Weingut zwei bis drei Monate früher als sonst.

Bei der Mainzer Weinbörse diskutierten in einer Podiumsdiskussion Experten aus der Weinwirtschaft und Politik über die Auswirkungen der Weinmarktreform der Europäischen Union.

Bei dem Fachbesuchertreffen wurden etwa 950 Weiß- und rund 250 Rotweine präsentiert. Den überwiegenden Teil davon stellten Rieslingweine, von denen rund 650 auf der Börse angeboten worden. Auch Fernsehmoderator Günther Jauch war auf der Weinbörse vertreten. Er präsentierte in Mainz Produkte seines Weinguts von Othegraven.

dapd