Eltern sollten noch bis zum 30. Juni Zeit haben, rückwirkend Leistungen zu beantragen Lötzsch fordert Fristverlängerung für Anträge zum Bildungspaket

Die Linke-Vorsitzende Gesine Lötzsch fordert eine Fristverlängerung für Anträge zum Bildungspaket für arme Kinder. Die Eltern sollten noch bis zum 30. Juni Zeit haben, rückwirkend Leistungen zu beantragen, sagte Lötzsch am Montag in Berlin. Nach derzeitigem Stand läuft die Frist für Anträge auf rückwirkende Leistungen für die Zeit von Januar bis März bereits Ende dieses Monats aus.

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Lötzsch fordert Fristverlängerung für Anträge zum Bildungspaket

Berlin (dapd). Die Linke-Vorsitzende Gesine Lötzsch fordert eine Fristverlängerung für Anträge zum Bildungspaket für arme Kinder. Die Eltern sollten noch bis zum 30. Juni Zeit haben, rückwirkend Leistungen zu beantragen, sagte Lötzsch am Montag in Berlin. Nach derzeitigem Stand läuft die Frist für Anträge auf rückwirkende Leistungen für die Zeit von Januar bis März bereits Ende dieses Monats aus.

Lötzsch sagte, das Bildungspaket sei insgesamt eine fragwürdige Konstruktion. Es wäre ihrer Ansicht nach besser gewesen, in die Infrastruktur zu investieren, etwa in Schulen und Kindergärten.

Das Paket für rund 2,5 Millionen Kinder aus armen Familien war im Februar mit der Hartz-IV-Reform beschlossen worden und verspricht Zuschüsse für Schulmaterial, warme Mittagessen in Schule und Kita, Nachhilfe und Freizeitaktivitäten. Seit Anfang April sind die Leistungen abrufbar. Erst ein geringer Prozentsatz der Berechtigten soll aber seither Anträge gestellt haben. Lötzsch sprach von drei Prozent der Berechtigten, die bisher rückwirkend Leistungen beantragt hätten.

dapd