Im Moment gibt es andere Probleme Roth hält nichts von Debatte über eigenen Kanzlerkandidaten

Grünen-Chefin Claudia Roth will die Diskussion über einen eigenen Kanzlerkandidaten für 2013 möglichst schnell beenden. "Das ist eine rein virtuelle Debatte und die führen wir nicht", sagte sie am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". Im Moment gebe es andere Probleme, sagte sie und wies auf die anstehenden Wahlen in Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin hin.

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Roth hält nichts von Debatte über eigenen Kanzlerkandidaten

Berlin (dapd). Grünen-Chefin Claudia Roth will die Diskussion über einen eigenen Kanzlerkandidaten für 2013 möglichst schnell beenden. "Das ist eine rein virtuelle Debatte und die führen wir nicht", sagte sie am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". Im Moment gebe es andere Probleme, sagte sie und wies auf die anstehenden Wahlen in Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin hin.

Hintergrund der "K-Debatte" ist eine Umfrage vom Wochenende, nach der es derzeit im Bund eine Mehrheit für eine grün-rote Koalition unter einem grünen Kanzler gäbe. Zu Spekulationen, Ex-Außenminister Joschka Fischer könnte Kanzlerkandidat werden, sagte Roth, sie sei überzeugt, dass sich diese Frage nicht stelle. Fischer habe sich klar dazu geäußert. Fischer hatte erklärt, er stünde dafür nicht zur Verfügung.

Roth machte deutlich, dass die Grünen bei möglichen Koalitionen die SPD den anderen Parteien vorziehen würden. Alles deute darauf hin, "dass wir sehr viel näher an der SPD dran sind als an den anderen", sagte sie. Allerdings gebe es bei den Grünen einen großen Konsens, dass die Partei eigenständig und kein Juniorpartner sei. Zunächst müssten die Wahlen abgewartet werden, bevor Entscheidungen für Partner getroffen würden.

Roth bekräftigte, bis zum Ende der nächsten Legislaturperiode 2017 könne man aus der Atomenergie ausgestiegen sein. Die zusätzlichen Kosten für Netzausbau und zusätzliche Speicherkapazitäten seien überschaubar. Sie würden ungefähr 1,50 Euro pro Haushalt im Monat betragen. Wer höhere Kosten in die Debatte bringe, betreibe Angstmacherei.

dapd