Partei muss vor allem "die grüne Herausforderung" annehmen Linken-Vize Kipping: Streit um Parteikurs "wirklich austragen"

Linken-Vize Katja Kipping hat gefordert, den Streit um die inhaltliche Ausrichtung ihrer Partei "wirklich auszutragen". Dem in Berlin erscheinenden "Tagesspiegel" sagte sie, der Refrain "Mindestlohn, gegen die Rente ab 67, weg mit Hartz IV" habe lange Zeit Erfolge beschert. "Aber er nicht reicht nicht mehr aus."

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Linken-Vize Kipping: Streit um Parteikurs "wirklich austragen"

Berlin (dapd). Linken-Vize Katja Kipping hat gefordert, den Streit um die inhaltliche Ausrichtung ihrer Partei "wirklich auszutragen". Dem in Berlin erscheinenden "Tagesspiegel" (Montagausgabe) sagte sie, der Refrain "Mindestlohn, gegen die Rente ab 67, weg mit Hartz IV" habe lange Zeit Erfolge beschert. "Aber er nicht reicht nicht mehr aus."

Der Umgang mit den politischen Konkurrenten müsse verändert werden. Die auch von den Parteivorsitzenden Klaus Ernst und Gesine Lötzsch geübte "Kraftmeierei und Wir-gegen-alle" würden nicht weiterhelfen. Dass die Linke nicht mehr zulege, liege auch an gesellschaftlichen Veränderungen, die Gesellschaft habe sich mehr in die Mitte orientiert. "Für polarisierende Parteien wie die Linke und die FDP ist das ein Problem."

Annehmen müsse die Partei vor allem "die grüne Herausforderung", sagte Kipping. Die Grünen hätten eine Vorstellung von einer ökologischen Marktwirtschaft, "der Linken fehlt eine solche neue Erzählung".

Die stellvertretende Linken-Vorsitzende schlug vor, ihre Partei solle sich auf einen "sozial-ökologischen Deal" verständigen. Es bringe die Partei nicht weiter, "die Nase über das immer größer werdende grüne Bürgertum zu rümpfen". Sie fügte hinzu: "Für eine linke Partei wäre es fatal, wenn sie den Anschluss an ein fortschrittlich-alternatives Milieu verliert."

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