Der Mittelstand verlangt mehr Ehrlichkeit in der Energiedebatte. Das gelte sowohl für die Kosten als auch für die möglichen Folgen des Atomausstiegs für Wirtschaft, Arbeitsplätze und Klimaziele, sagte der Vorsitzende der CSU-Mittelstandsunion, Hans Michelbach, am Sonntag in München.
Michelbach fordert mehr Ehrlichkeit in der Energiedebatte
(dapd). Der Mittelstand verlangt mehr Ehrlichkeit in der Energiedebatte. Das gelte sowohl für die Kosten als auch für die möglichen Folgen des Atomausstiegs für Wirtschaft, Arbeitsplätze und Klimaziele, sagte der Vorsitzende der CSU-Mittelstandsunion, Hans Michelbach, am Sonntag in München. Steigende Stromkosten als Folge des beschleunigten Ausbaus der regenerativen Energieerzeugung seien eine Gefahr vor allem für energieintensive mittelständische Unternehmen.
Zugleich wandte er sich nachdrücklich gegen Steuererhöhungen oder Subventionen zur Finanzierung der angestrebten Energiewende. "Der Ausstieg aus der Kernenergie muss verantwortungsvoll gestaltet werden. Wir brauchen kein neues Subventionsgrab, nachdem wir uns endlich von den Steinkohlesubventionen verabschieden."
Der Sprecher des CSU-Wirtschaftsflügels kritisierte, vor allem die Grünen versuchten Verbrauchern und Wirtschaft Sand in die Augen zu streuen, wenn sie so täten, als sei der Energieumstieg praktisch zum Nulltarif zu haben. "Solche Berechnungen sind weitab jeder Wirklichkeit, wie die bisherigen Erfahrungen mit Wind- und Sonnenenergie zeigen. Hinzukämen noch die erheblichen Kosten für den Ausbau des Stromnetzes, den die Verbraucher und Wirtschaft über den Preis finanzieren müssten.
"Unrealistisch" nannte Michelbach die Auffassung, der Ausbau der regenerativen Energieerzeugung führe zu mehr Wettbewerb auf dem Strommarkt und so zu sinkenden Preisen. "Bei Wind- und Solarenergie gibt es keinen Wettbewerb, denn er ist durch die gesetzlich garantierten Einspeisungsvergütungen ausgehebelt. Diese Garantien werden den Strompreis insgesamt massiv nach oben treiben."
dapd
