Nach Angaben des Verfassungsschutzes besteht die zugespitzte Bedrohungslage, die zum Terroralarm vom vergangenen November führte, unverändert fort. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstagausgabe) sagte der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Heinz Fromm: "Auch wenn die sichtbaren Schutzmaßnahmen zurückgenommen wurden, ist die Bedrohungslage unverändert ernst."
Verfassungsschutz: Pläne für Terrorangriff auf Deutschland bestehen fort
Osnabrück (dapd). Nach Angaben des Verfassungsschutzes besteht die zugespitzte Bedrohungslage, die zum Terroralarm vom vergangenen November führte, unverändert fort. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstagausgabe) sagte der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Heinz Fromm: "Auch wenn die sichtbaren Schutzmaßnahmen zurückgenommen wurden, ist die Bedrohungslage unverändert ernst." Islamistische Terroristen hätten das Ziel eines Anschlags erkennbar nicht aufgegeben. "Diese Einschätzung wird von allen Sicherheitsbehörden in Bund und Ländern geteilt."
Grundlage der aktuellen Gefährdungseinschätzung sei eine Vielzahl von Informationen aus dem In- und Ausland, dass "die Pläne für einen massiven Angriff in Deutschland fortbestehen". Die Anschlagsszenarien seien bekannt, erklärte Fromm. Die Sicherheitsbehörden seien intensiv bemüht, die Umsetzung solcher Absichten zu vereiteln.
Nach den aktuellen Erkenntnissen des Verfassungsschutzes ist die deutsche Islamistenszene 2010 erneut gewachsen. Dazu zählten inzwischen "insgesamt rund 37.500 Personen", sagte Fromm. Gegenüber 2009 sei das eine Steigerung von mehr als 1.000 Islamisten. "Der weitaus größte Teil entfällt jedoch auf nicht gewaltorientierte islamistische Organisationen in Deutschland wie die Islamische Gemeinschaft Milli Görüs mit etwa 30.000 Anhängern."
dapd
