In Bayern soll der Atomausstieg nach dem Willen der CSU spätestens in zehn Jahren abgeschlossen sein. CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt sagte der "Augsburger Allgemeinen" (Samstagausgabe), eine Voraussetzung sei, dass die Widerstände von Kritikern beim Umstieg auf erneuerbare Energien überwunden werden.
CSU will letztes Atomkraftwerk in Bayern binnen zehn Jahren abschalten
Augsburg (dapd). In Bayern soll der Atomausstieg nach dem Willen der CSU spätestens in zehn Jahren abgeschlossen sein. CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt sagte der "Augsburger Allgemeinen" (Samstagausgabe), eine Voraussetzung sei, dass die Widerstände von Kritikern beim Umstieg auf erneuerbare Energien überwunden werden. "Wenn die Neinsager, die heute noch gegen Pumpspeicher-Kraftwerke oder neue Stromtrassen sind, ihre Blockadehaltung aufgeben, dann können wir in zehn Jahren einen Energiemix ohne Kernenergie haben", erklärte der CSU-Generalsekretär.Dobrindt wies auch Kritik innerhalb der Union an der Abkehr von längeren Laufzeiten zurück: "Wir werden so schnell, wie dies realistisch machbar ist, aus der Kernenergie aussteigen. Dabei bleibt es." Bayern soll beim Atomausstieg nach dem Willen der CSU zum Vorreiter werden. "Das Zeitalter der Kernenergie geht zu Ende", sagte Dobrindt. "Unser Ziel ist es, möglichst schnell in ein Zeitalter der erneuerbaren Energien zu kommen." Dies werde jedoch auch für die Verbraucher teurer werden.
Ein großes Potenzial für Bayern stellen laut Dobrindt moderne Gas- und Wasserkraftwerke dar, die bei wenig Wind Strom auch für den Norden erzeugen könnten. Umgekehrt sei "nichts dagegen einzuwenden, wenn Strom von der Nordsee nach Bayern importiert wird". Ein Ausbau der Windkraftanlagen in Bayern solle nur im Konsens mit der Bevölkerung erfolgen. Hauptträger der erneuerbaren Energie sollten in Bayern Wasserkraft und Biomasse bleiben.
dapd
