Nach 48-stündiger Dauer ist der Streik der Lokomotivführer bei den fünf großen Privatbahnen Deutschlands in der Nacht um 2.00 Uhr beendet worden. In den Morgenstunden des Samstags werden die Züge die Depots nach Angaben der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) wieder verlassen. Der Streik hatte am Donnerstagmorgen um 2.00 Uhr begonnen.
Streik bei Privatbahn beendet
Berlin (dapd). Nach 48-stündiger Dauer ist der Streik der Lokomotivführer bei den fünf großen Privatbahnen Deutschlands in der Nacht um 2.00 Uhr beendet worden. In den Morgenstunden des Samstags werden die Züge die Depots nach Angaben der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) wieder verlassen. Der Streik hatte am Donnerstagmorgen um 2.00 Uhr begonnen. Die GDL hat bislang erfolglos mit privaten Bahngesellschaften über einen bundesweit einheitlichen Tarifvertrag verhandelt.
Wie schon am Donnerstag waren auch am Freitag laut Gewerkschaft rund 70 Prozent der Züge bei den betroffenen Unternehmen ausgefallen. Die Streiks sollen in der kommenden Woche fortgesetzt werden.
GDL-Chef Claus Weselsky erklärte, bei den fünf Unternehmen Netinera (früher Arriva), Abellio, Benex, Veolia und Hessische Landesbahn habe sich nichts bewegt. "Sie wollen den Wettbewerb weiterhin auf dem Rücken der Lokomotivführer durchführen und keine inhaltsgleichen Rahmentarifverträge mit uns abschließen", sagte Weselsky. Mit Keolis (Eurobahn) habe die Gewerkschaft hingegen "konstruktive Verhandlungen" zum Rahmentarifvertrag geführt.
Bei der Deutschen Bahn (DB) hatte die GDL dagegen am Freitag einen Durchbruch erzielt. Nach neun Monaten Tarifstreit einigten sich beide Seiten in der 15. Verhandlungsrunde auf ein umfassendes Gesamtpaket für die rund 20.000 Lokführer der DB. Vereinbart wurden ein Rahmentarifvertrag im Personen- und Güterverkehr sowie Verbesserungen bei den Einkommen und der betrieblichen Altersversorgung in einem Gesamtvolumen von drei Prozent.
dapd
