Einstimmige Entscheidung in den Gremien des Zentralrats Bundespräsident Wulff wird mit dem Leo-Baeck-Preis geehrt

Für seine Verbundenheit mit Israel und der jüdischen Gemeinde in Deutschland wird Bundespräsident Christian Wulff mit dem diesjährigen Leo-Baeck-Preis des Zentralrates der Juden geehrt. Der Beschluss in den Gremien des Zentralrates sei einstimmig gefallen, teilte Präsident Dieter Graumann am Freitag in Berlin mit. Die Preisverleihung wird Mitte November in Berlin stattfinden.

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Bundespräsident Wulff wird mit dem Leo-Baeck-Preis geehrt

Berlin (dapd). Für seine Verbundenheit mit Israel und der jüdischen Gemeinde in Deutschland wird Bundespräsident Christian Wulff mit dem diesjährigen Leo-Baeck-Preis des Zentralrates der Juden geehrt. Der Beschluss in den Gremien des Zentralrates sei einstimmig gefallen, teilte Präsident Dieter Graumann am Freitag in Berlin mit. Die Preisverleihung wird Mitte November in Berlin stattfinden.

Der Zentralrat würdige damit das "herausragende, von aufrichtiger Empathie und von tiefer Verbundenheit mit der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland, Israel und der Welt getragene Engagement des Bundespräsidenten", erklärte Graumann. Wulff habe sich in seiner noch kurzen Amtszeit als "Mann des klaren Wortes und der deutlichen Signale präsentiert".

Graumann verwies auf Wulffs historischen Besuch in der Gedenkstätte Auschwitz am 27. Januar 2011 und Wulffs Israel-Reise im November 2010. "Mit seinem Besuch in Israel hat Christian Wulff ein herzliches, ausdrucksvolles Zeichen der Verbundenheit gesetzt, das weit über das übliche, manchmal allzu formelhaft geratende Bekenntnis zum Existenzrecht Israels hinausging", hob Graumann hervor.

Mit dem Leo-Baeck-Preis, der an den Rabbiner Leo Baeck erinnert, ehrt der Zentralrat seit 1957 Persönlichkeiten, die sich in herausragender Weise für die jüdische Gemeinschaft eingesetzt und sich damit um sie verdient gemacht haben. Zu den Preisträgern früherer Jahre gehören unter anderem die Bundespräsidenten a. D. Richard von Weizsäcker und Roman Herzog, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Hubert Burda und Friede Springer. Zuletzt hatte 2009 der Präsident des Deutschen Fußballbundes, Theo Zwanziger, den Preis erhalten.

dapd