Energie in Deutschland wird immer teurer. Neben den sprunghaft gestiegenen Strompreisen wird die deutsche Wirtschaft auch beim Gasbezug mit zusätzlichen Belastungen konfrontiert.
Steigende Erdgaspreise trotz Überangebot
Momentan zahlen mittelständische Unternehmen im Durchschnitt mehr als zehn Prozent mehr für Erdgas als noch vor einem halben Jahr.
Dieses Ergebnis zeigt der aktuelle Preisvergleich des Bundesverbandes der Energie-Abnehmer (VEA). "Auf dem Markt herrscht ein deutliches Überangebot. Dennoch steigen die Erdgaspreise dramatisch an“, kritisiert VEA-Geschäftsführer Volker Stuke.
Die neue VEA-Studie vergleicht Gaspreise aus 50 großen Versorgungsgebieten. Die Basis bilden Wettbewerbsangebote zum Stichtag 1. April 2011. Auffällig seien starke Preisunterschiede zwischen den einzelnen Netzgebieten. Nur der zunehmende Wettbewerb auf dem deutschen Gasmarkt halte die Belastungen für die Kunden in Grenzen.
Unternehmen könnten durch das Einholen von Wettbewerbsangeboten ihre Bezugskonditionen teilweise signifikant verbessern. Komplizierte und intransparente Regelungen beim Durchleiten von Gas würden allerdings nach wie vor besonders günstige Angebote am Markt verhindern.
Die günstigsten Konditionen im VEA-Preisvergleich erzielten Kunden in den Netzgebieten der RWE Westfalen-Weser-Ems, der swb in Bremen und der STAWAG in Aachen. Relativ teuer sei Gas in den Netzgebieten der Stadtwerke Leipzig, der BS Energy in Braunschweig und der energis in Saarbrücken.
dhz