Weselsky erwartet Abschluss mit der Deutschen Bahn am Freitag GDL: 70 Prozent der Züge von privaten Bahnen stehen still

Der Arbeitskampf der Lokführer bei den privaten Eisenbahnen hat nach Angaben der Gewerkschaft GDL zu deutlichen Verkehrseinschränkungen geführt. Knapp 70 Prozent der Züge der bestreikten Unternehmen seien am Donnerstagmorgen ausgefallen, teilte die Lokführergewerkschaft mit. Der Streik begann um 2.00 Uhr und soll bis Samstag um 2.00 Uhr dauern.

Foto: dapd

GDL: 70 Prozent der Züge von privaten Bahnen stehen still

Frankfurt/Main (dapd). Der Arbeitskampf der Lokführer bei den privaten Eisenbahnen hat nach Angaben der Gewerkschaft GDL zu deutlichen Verkehrseinschränkungen geführt. Knapp 70 Prozent der Züge der bestreikten Unternehmen seien am Donnerstagmorgen ausgefallen, teilte die Lokführergewerkschaft mit. Der Streik begann um 2.00 Uhr und soll bis Samstag um 2.00 Uhr dauern.

Fast zum kompletten Stillstand kam es den Angaben zufolge auf den meisten Linien der Vogtlandbahn. Aber auch bei metronom und der Ostdeutschen Eisenbahn sei "so gut wie nichts mehr" gelaufen.

Gewerkschaftschef Claus Weselsky sagte, die GDL-Mitglieder hätten "wieder Flagge gezeigt, und sie können das auch noch länger tun, wenn die Arbeitgeber nicht endlich ein substanzielles Angebot vorlegen".

Laut GDL beteiligen sich die Mitglieder der Gewerkschaft "nach wie vor zu 100 Prozent" am Streik. Den Angaben zufolge sind rund 70 Prozent der Lokomotivführer der Privatbahnen in der GDL organisiert.

Die Gewerkschaft fordert inhaltsgleiche Rahmentarifverträge mit einem einheitlichen Monatstabellenentgelt auf Niveau des Marktführers Deutsche Bahn. Dieser Standard sei bei jeder Ausschreibung zugrunde zu legen. Bisher bestehende Tarifverträge sollen durch Verknüpfung des Haustarifvertrags stufenweise an dieses Niveau herangeführt werden.

Am Freitag setzen GDL und die Deutsche Bahn (DB) ihre am Mittwoch vertagten Tarifgespräche fort. Dazu sagte Weselsky: "Geht alles klar, kann es morgen zu einem Abschluss mit der Deutschen Bahn kommen." Bis zuletzt strittig war die Höhe der Einkommensverbesserungen für die Lokführer.

Die bestreikten Privatbahnen sind nach Angaben der GDL: AKN Eisenbahn, Abellio Rail NRW, Bayerische Regiobahn, Berchtesgadener Land Bahn, cantus Verkehrsgesellschaft, HLB Basis, HLB Hessenbahn, Hohenzollerische Landesbahn (HzL), metronom Eisenbahngesellschaft, Mitteldeutsche Regiobahn, Nord-Ostsee-Bahn (NOB), Nord-West-Bahn, ODEG Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft, Osthannoversche Eisenbahnen (OHE), Ostseeland Verkehr (OLA), Prignitzer Eisenbahn Betriebsteil NRW, vectus Verkehrsgesellschaft, Veolia Verkehr Sachsen-Anhalt, Vogtlandbahn, Westfalenbahn.

dapd