Ein Jahr nach der Einstellung des Flugverkehrs wegen Vulkanasche aus Island fordert Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) europaweit einheitliche Grenzwerte für den Flugverkehr. "Der Handlungsbedarf ist immer noch großt", sagte Ramsauer der Zeitung "Die Welt".
"Das Motto lautet: Agieren, nicht reagieren"
Berlin (dapd). Ein Jahr nach der Einstellung des Flugverkehrs wegen Vulkanasche aus Island fordert Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) europaweit einheitliche Grenzwerte für den Flugverkehr. "Der Handlungsbedarf ist immer noch groß. Wir brauchen nach wie vor europaweit einheitliche und verbindliche Grenzwerte für Triebwerke und Luftfahrzeuge, bis zu denen der Flugverkehr ungefährlich ist", sagte Ramsauer der Zeitung "Die Welt". Nach dem Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull war seit dem 15. April 2010 der Flugverkehr in weiten Teilen Nord- und Mitteleuropas wegen Vulkanasche in der Luft eingestellt worden. "Ich warne nachdrücklich: Europa darf die Hände nicht in den Schoß legen. Es braucht zum Beispiel klare europaweite Regeln für den Fall, dass ein Verkehrsträger komplett ausfällt", sagte Ramsauer.
Europa müsse auf einen erneuten Vulkanausbruch vorbereitet sein - und sei er noch so unwahrscheinlich. "Das ist auch die Lehre aus der Atomkatastrophe in Japan! Das Motto lautet: Agieren, nicht reagieren", sagte Ramsauer.
Ramsauer hat zusammen mit seinem spanischen Amtskollegen Minister José Blanco López die Initiative ergriffen, um das Thema erneut auf die Tagesordnung der europäischen Verkehrsminister zu setzen. "Die EU-Kommission ist aufgefordert, bis zum nächsten Verkehrsministerrat im Juni Vorschläge und klare Angaben für weitere Schritte vorzulegen. Das sind wir der Sicherheit der Fluggäste schuldig", sagte Ramsauer.
dapd
