Trennung von Kranken- und Pflegeversicherung sollte aufgehoben werden Deutsche Hospiz Stiftung fordert umfassenden Demenzplan

Vor dem Pflegedialog an diesem Donnerstag mit Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) hat die Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung einen Demenzplan 2020 gefordert. In der "Neuen Osnabrücker Zeitung" verlangte der Geschäftsführende Vorstand Eugen Brysch eine "Roadmap" mit Zwischenzielen und verpflichtenden Ergebnissen für Krankenkassen, Kliniken, Pflegeeinrichtungen und Ärzte.

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Deutsche Hospiz Stiftung fordert umfassenden Demenzplan

Osnabrück (dapd). Vor dem Pflegedialog an diesem Donnerstag mit Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) hat die Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung einen Demenzplan 2020 gefordert. In der "Neuen Osnabrücker Zeitung" verlangte der Geschäftsführende Vorstand Eugen Brysch eine "Roadmap" mit Zwischenzielen und verpflichtenden Ergebnissen für Krankenkassen, Kliniken, Pflegeeinrichtungen und Ärzte.

Dazu gehöre, dass bis 2014 die am besten qualifizierten Pflegekräfte bei den Demenzkranken eingesetzt würden. Daher müssten auch verbindliche Sprachtests eingeführt werden, sagte Brysch, "damit wir den Pflegebedürftigen Menschen an die Seite stellen, die ihre Verwirrtheit nicht steigern".

Die Patientenschutzorganisation forderte, die Trennung von Kranken- und Pflegeversicherung aufzuheben. Spezialisierte Pflegekräfte sollten das Verordnungsrecht für Hilfsmittel erhalten, um Ärzte zu entlasten. Bis zum Jahr 2020 müssten 2500 spezialisierte mobile Pflegeteams gebildet werden, um die Grundbetreuung der an Demenz erkrankten Menschen zu Hause und im Pflegeheim zu ergänzen.

"Wir müssen weg kommen von 110.000 Stürzen pro Jahr, die zu Oberschenkelhalsbrüchen führen und weg kommen von den 750.000 Wundgeschwüren", sagte Brysch.

dapd