Arbeitgeber sehen "noch erheblichen Gesprächsbedarf" - Erste Runde unter Schlichter Clement vertagt Schlichtungsverhandlungen im Bau-Tarifstreit dauern an

Die Schlichtungsgespräche im Tarifstreit des deutschen Baugewerbes mit seinen 700.000 Beschäftigten dauern an. Es gebe noch erheblichen Gesprächsbedarf, sagte eine Sprecherin des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie am späten Mittwochnachmittag. Die Verhandlungen in Potsdam dürften noch die Nacht über andauern.

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Schlichtungsverhandlungen im Bau-Tarifstreit dauern an

Potsdam (dapd). Die Schlichtungsgespräche im Tarifstreit des deutschen Baugewerbes mit seinen 700.000 Beschäftigten dauern an. Es gebe noch erheblichen Gesprächsbedarf, sagte eine Sprecherin des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie am späten Mittwochnachmittag. Die Verhandlungen in Potsdam dürften noch die Nacht über andauern. Ein Sprecher der Gewerkschaft IG BAU war zum Stand der zweiten Schlichtungsrunde zunächst nicht zu erreichen.

Die erste Schlichtungsrunde unter Leitung des ehemaligen Bundeswirtschafts- und Arbeitsministers Wolfgang Clement war am vergangenen Freitag nach zehn Stunden Diskussion vertagt worden.

Knackpunkt ist laut Arbeitgebern die Angleichung der Löhne, insbesondere der Mindestlöhne, zwischen Ost und West. Das sei eine Gratwanderung. So gehe es darum, die Ostbetriebe nicht mit Lohnangleichungen zu überfordern, die Westbetriebe aber gleichzeitig "nicht im Regen stehen" zu lassen. Das sei "relativ kompliziert".

Ende März waren die Tarifverhandlungen gescheitert. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und die IG BAU machten sich gegenseitig dafür verantwortlich.

Die IG BAU fordert für die Beschäftigten der Branche - neben der Lohnangleichung - 5,9 Prozent mehr Geld. Die Arbeitgeber hatten laut Verhandlungsführer Klaus Hering eine Lohnerhöhung von 2,5 Prozent in einem ersten Schritt ab 1. April und eine weitere Erhöhung um 2,5 Prozent ab 1. April 2012 angeboten.

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