ver.di fordert 5,5 Prozent mehr Lohn Druck-Tarifverhandlungen nach drei Stunden vertagt

Die Tarifverhandlungen für die rund 160.000 Beschäftigten der deutschen Druckindustrie sind vertagt worden. Arbeitgeber und die Gewerkschaft ver.di konnten sich am Mittwoch beim dreistündigen Verhandlungsauftakt in Frankfurt am Main noch nicht auf Lohn- und Gehaltserhöhungen sowie einen neuen Manteltarifvertrag einigen. Es wurde eine zweite Verhandlungsrunde am 28. April in Berlin vereinbart.

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Druck-Tarifverhandlungen nach drei Stunden vertagt

Frankfurt/Main (dapd). Die Tarifverhandlungen für die rund 160.000 Beschäftigten der deutschen Druckindustrie sind vertagt worden. Arbeitgeber und die Gewerkschaft ver.di konnten sich am Mittwoch beim dreistündigen Verhandlungsauftakt in Frankfurt am Main noch nicht auf Lohn- und Gehaltserhöhungen sowie einen neuen Manteltarifvertrag einigen. Es wurde eine zweite Verhandlungsrunde am 28. April in Berlin vereinbart.

Der stellvertretende ver.di-Chef Frank Werneke sagte mit Blick auf einen neuen Manteltarifvertrag, bei einer "einseitig auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragenen Kostensenkungspolitik" drohe ein beschleunigter Personalabbau. Die Forderung der Gewerkschaft nach 5,5 Prozent mehr Lohn begründete er mit der boomenden Wirtschaft.

Der Bundesverband Druck und Medien nannte die Forderungen dagegen "völlig überzogen", da die Druckwirtschaft "gravierende strukturelle Veränderungen" erlebe. Daher müssten die Betriebe flexibel reagieren können, sagte Verhandlungsführer Wolfgang Pütz. Dazu sei eine Reform des Manteltarifvertrags notwendig, unter anderem mit einer Verlängerung der Wochenarbeitszeit auf 40 Stunden.

dapd